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Lesermeinung „Man sollte die Muttersprache an Grundschulen vertiefen“
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12:49 11.02.2019
Eine Lehrerin einer Grundschule schreibt in englischer Sprache an die Tafel. Integrationsrat fordert mehr Unterricht in Türkisch. Quelle: Patrick Pleul/dpa
Köln/Schwerin

Mit seinem Vorschlag, den Englisch-Unterricht an Grundschulen abzuschaffen und dafür mehr Unterricht in Türkisch, Polnisch und Russisch zu lehren, hat der Vorsitzende des NRW-Landesintegrationsrats, Tayfun Keltek, zuletzt bundesweit für Wirbel gesorgt. Auch OZ-Leser führen zum Thema eine Kontroverse.

Angelika Köhler meint, Deutsch solle auf jeden Fall als Muttersprache beibehalten werden. „Zusätzlich können außer Englisch und Französisch weitere Fremdsprachen genutzt werden.“ Und weiter: Das sollte jeder weiterhin für sich entscheiden können. Marcel Hoffmann schreibt: „Also ich wäre dafür, dass Kinder in der Grundschule erst mal fließend Deutsch sprechen können. Und die Grundschulkinder, die einen polnischen, russischen oder türkischen Migrationshintergrund haben, können entweder gern auch fließend Deutsch oder auch ebenso gern fließend ihre jeweilige Muttersprache erlernen. Letzteres dann allerdings in einer Grundschule im jeweiligen Vaterland.“ Das wäre nicht nur für die deutschen Kinder einfacher, sondern für alle, so der Leser. Susanne Kapunkt regt zum Nachdenken darüber an, „die Muttersprache von Kindern zu vertiefen anstatt in eine weitere Fremdsprache einzusteigen. Tatsächlich weiß man mittlerweile, dass Kinder, die weder die Muttersprache noch die Landessprache flüssig sprechen, viele Probleme beim Erlernen einer Fremdsprache haben werden.“ Das sei, so die Leserin, „auf ein fehlendes Verständnis für Sprache im Allgemeinen zurückzuführen. Tatsächlich begegnet einem das Phänomen fehlender Sprachentwicklung in Mutter- und Landessprache immer wieder.“ Sprache indes sei Identität. Sie halte es deshalb für sinnvoll, in der Grundschule eine Wahlmöglichkeit zugunsten der Muttersprache anzubieten. „Damit ist aber auf keinen Fall ausgeschlossen, dass man später auch Englisch lernt. Mein Vorschlag betrifft im Übrigen alle Kinder, denn auch deutschen Muttersprachlern fehlt es zum Teil an Ausdrucksvermögen und Sprachgefühl und damit auch an einer sehr wichtigen Kompetenz: Sich angemessen mitteilen zu können.“ Evelyn Eve Dossin findet: „In erster Linie sollte ausschließlich Deutsch an den Grundschulen gelehrt werden, denn das ist Integration. Englisch als Fremdsprache und dann Türkisch als zweites Wahlfach.“ Veronika Blömer hat sich an der Aussage des Integrationsbeauftragten gestört, wie sie notiert: „Für die deutschen Kinder wäre es einfacher, sie würden diese Sprachen erlernen.“ Stattdessen funktioniere Integration anders, ist die Leserin überzeugt. „Vor allem sollen die Grundschüler mal anständiges Deutsch lernen. Da wäre schon viel gewonnen.“

Maximilian Haider Krämer betont: „Es handelt sich lediglich um einen Vorschlag. Das muss noch lange nicht heißen, dass es am Ende tatsächlich umgesetzt wird. Ich persönlich finde, dass es den Englischunterricht nicht ersetzen sollte. Türkisch als Zusatzfach außerhalb der regulären Unterrichtszeiten auf freiwilliger Basis kann man machen. Dagegen ist auch nichts einzuwenden. Es gibt auch Schulen, an denen Italienisch und/oder Spanisch unterrichtet wird. Warum dann auch nicht Polnisch, Russisch oder Türkisch?“

Juliane Lange

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