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Studium und Beruf Abschied in E-Mails: „Beste Grüße“ gibt es nicht
Mehr Studium und Beruf Abschied in E-Mails: „Beste Grüße“ gibt es nicht
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16:24 30.11.2017
Besser etwas distanzierter: Vermeintlich niedliche Grußformeln in E-Mails sollten sich Berufstätige lieber sparen. Quelle: Alexander Heinl/dpa-Tmn
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Freiburg

Mit freundlichen oder vielen Grüßen ist man in beruflichen E-Mails auf der sicheren Seite. „Das sind die beiden neutralsten Varianten“, sagt Coach und Etikette-Expertin Elisabeth Bonneau.

Wer einem Adressaten zum ersten Mal schreibt und noch keine vertrauliche oder informelle Beziehung zu ihm hat, greift also besser zu dieser Variante - heutzutage übrigens ohne das „mit“ vor den freundlichen Grüßen. Von den oft verwendeten besten Grüßen rät Bonneau dagegen ab: „Die gibt es nicht, weil es ja auch keine guten Grüße gibt.“

Mit lieben oder herzlichen Grüßen sollte sich dagegen erst verabschieden, wer seine E-Mails auch so eröffnet - also mit dem vertraulichen „Lieber“ oder einem lockeren „Hallo“. Den Schritt zu dieser Ebene sollten Berufstätige aber am besten dem Gesprächspartner überlassen und dann nachziehen, rät Bonneau. Das gilt vor allem, wenn es sich um einen Vorgesetzten oder einen wichtigen Kunden handelt.

Ähnlich schwierig sind Adjektive oder niedliche Verzierungen: „Sportliche Grüße aus dem sonnigen München“ nennt Bonneau ein Beispiel. Viele versuchen, ihren E-Mails damit eine persönliche Note zu geben. „Das geht aber meistens schief“, sagt die Expertin - genau wie bei einem „Guten Morgen“ zur Begrüßung. Schließlich weiß der Absender nicht, wann der Empfänger die E-Mail liest.

Was dagegen geht, zumindest manchmal: E-Mails ohne Anrede und Grüße. „Und wenn Sie zum achten Mal am Tag hin und her schreiben, können Sie das auch ganz weglassen oder nur schnell "Gruß" und Ihr Kürzel daruntersetzen“, sagt sie. In anderen Ländern ist das ohnehin üblich: Im Englischen zum Beispiel sind ein simples „Hi“ und ein „Best“ am Anfang und Ende von E-Mails oft schon das höchste der Gefühle. Und auch im Französischen gehe es deutlich informeller zu als im Deutschen, sagt Bonneau.

dpa/tmn

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