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Studium und Beruf Geht's noch? - Unangenehme Kollegen in die Schranken weisen
Mehr Studium und Beruf Geht's noch? - Unangenehme Kollegen in die Schranken weisen
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12:49 28.04.2016
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Köln

Der eine redet im Kundengespräch einfach dazwischen, der andere nervt mit merkwürdigen Kosenamen: Übergriffige Kollegen sind echt anstrengend. Doch wie für Ruhe sorgen?

Da ist der ältere Kollege, der für Azubis immer einen zweideutigen Spruch auf den Lippen hat. Oder es gibt den jungen Ehrgeizigen, der mitten ins Kundengespräch platzt. Fast jeder kennt Kollegen, die gelegentlich über das Ziel hinausschießen. „Geht's noch?“ möchte man fragen. Wer das übergriffige Verhalten nicht mehr tolerieren will, muss sich zur Wehr setzen.

Winfried Prost
Johannes Hoppe
Juliane Ade

Besprechen die Kollegen bei ihren privaten Treffen arbeitsbezogene Themen, ist das ein gesondertes Problem: „Dann kann für den Ausgeschlossenen die Arbeit leiden, weil ihm Informationen fehlen“, sagt Ade. Sie empfiehlt dann ein klärendes Gespräch, am besten gemeinsam mit dem Vorgesetzten: Dabei müsse die Situation beschrieben werden, wie sie ist („Die anderen treffen sich“) und nach Möglichkeiten zur Integration gesucht werden. „Vielleicht können die Kollegen vereinbaren, dass privat privat bleibt oder man sich einmal im Monat zu einem gemeinsamen Stammtisch trifft.“

Unsittliche Berührungen:Am Kopierer legt sich plötzlich eine Hand auf die Schulter, auf der Betriebsfeier gibt es einen Klaps auf den Po: Beispiele für Dinge, die zu weit gehen, gibt es viele. Betroffen sind vor allem Frauen. Prosts Tipp: „Spiegeln Sie dem übergriffigen Kollegen sein Verhalten.“ Schritt 1 dafür sei, den Kollegen sofort auf die Berührung anzusprechen: „Warum geben Sie mir einen Klaps auf den Po? Finden Sie das angemessen?“ Mit dieser Frage werde die Situation in Worte gekleidet.

Findet dieser sein Verhalten weiterhin korrekt, sei es wichtig, andere Kollegen mit einzubeziehen: „Hey Anke, der Herr Müller findet es richtig, mir auf den Po zu hauen. Was sagst du dazu?“ Prost ist überzeugt: „Diese Veröffentlichung der unsittlichen Berührung bringt den Kollegen in eine peinliche Situation.“

dpa/tmn

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