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Studium und Beruf Präzises Handwerk: Feinwerkmechaniker sind begehrt
Mehr Studium und Beruf Präzises Handwerk: Feinwerkmechaniker sind begehrt
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08:58 04.12.2017
Sebastian Schemmer lernt ein sehr präzises Handwerk: Der 20-Jährige macht eine Ausbildung zum Feinwerkmechaniker. Quelle: Ina Fassbender/dpa-Tmn
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Olfen

Große Maschinen faszinieren Sebastian Schemmer. Doch er beschäftigt sich vor allem mit ihren kleineren Teilen. „Ich will die technischen Zusammenhänge verstehen“, sagt der 20-Jährige.

Er macht in einem kleinen Betrieb für Präzisionsfertigung im nordrhein-westfälischen Olfen seine Ausbildung zum Feinwerkmechaniker. Die duale Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre - Schemmer ist im zweiten Lehrjahr.

Harald Dreckmann

Bereits in der zehnten Klasse hat Schemmer den Betrieb bei einem Praktikum kennengelernt. „Das hat mir richtig Spaß gemacht“, sagt er. Ob Bewerber wie Schemmer Abitur oder einen Hauptschulabschluss haben, spiele für ihn keine Rolle, sagt Harald Dreckmann. „Ich gucke auf keinen Fall auf die Schulnoten.“ So wird es auch anderswo gehandhabt: Ein bestimmter Abschluss ist für die Ausbildung zum Feinwerkmechaniker keine Voraussetzung, ein knappes Drittel der Azubis hat laut Bundesagentur für Arbeit einen Hauptschulabschluss.

Richard-von-Weizsäcker-Berufskolleg

Schwerpunkt der Ausbildung sind Feinmechanik, Maschinenbau und Zerspanungstechnik. Zu Beginn steht im Betrieb der Werkstoff Metall im Mittelpunkt: Azubis fertigen manuell kleinere Werkstücke durch Sägen, Feilen und Bohren. Dabei lernen sie Werkstoffeigenschaften wie Festigkeit, Härte und Gewicht kennen.

In der Schule geht es um die Hintergründe: Was passiert bei der Metallbearbeitung? Wie funktioniert die Spanbildung? Auch Pneumatik und Hydraulik stehen auf dem Stundenplan. „Die theoretischen und praktischen Inhalte werden immer komplexer“, sagt Wienken. An der Berufsschule falle ihm durch sein Wissen aus dem Physik-Leistungskurs am Gymnasium vieles leicht, sagt Schemmer. „Elektrotechnik aber ist ein Bereich, den ich nicht so gerne mache“, gesteht er.

Bundesverband Metall

Wie in vielen Handwerksberufen gibt es auch beim Feinwerkmechaniker Nachwuchssorgen. Azubis werden dringend gebraucht, sagt Hils. „Der Markt ist praktisch leer gefegt.“ Unter anderem auf Ausbildungsbörsen buhlt sein Verband um Nachwuchs.

Nach ihrer Ausbildung können sich Feinwerkmechaniker zum Techniker oder Meister weiterbilden oder ein Studium anschließen. Schemmer weiß noch nicht, wohin sein Weg führen wird. „Grundsätzlich würde ich gerne in dem Betrieb bleiben“, sagt er.

dpa/tmn

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