Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Studium und Beruf Wer wo welchen Job findet
Mehr Studium und Beruf Wer wo welchen Job findet
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:04 14.06.2018
Bei der Jobsuche lohnt es sich, auch Stellenangebote aus anderen Regionen zu prüfen. Denn der Bedarf an Fachkräften ist von Ort zu Ort unterschiedlich. Quelle: Ralf Hirschberger
Berlin

Flexibilität zahlt sich bei der Jobsuche aus: Wer sich überregional umschaut, kann seine Chancen deutlich erhöhen. Denn je nach Region ist der Bedarf an bestimmten Berufsgruppen unterschiedlich groß.

Dass die Bereitschaft zu einem Ortswechsel eher zum Erfolg führen kann, zeigt eine Untersuchung des Bundesarbeitgeberverbands der Personaldienstleister. Diese hat im Mai mehr als 818.700 Stellenanzeigen von über 120.800 Unternehmen analysiert.

Demnach wurden im Osten im Mai besonders viele Handwerker gesucht - so lag der Anteil an Stellenangeboten für sie in Thüringen bei 30 Prozent, in Sachsen-Anhalt bei 28 Prozent, in Sachsen bei 27 Prozent, in Brandenburg bei 25 Prozent, in Mecklenburg-Vorpommern bei 22 Prozent und in Berlin bei 15 Prozent.

Im Westen gab es eine besonders große Nachfrage nach Vertriebs-Mitarbeitern - der Anteil lag im Saarland bei 19 Prozent, in Rheinland-Pfalz bei 15 Prozent, in NRW bei 13 Prozent, in Hessen bei 14 Prozent, und in Teilen von Niedersachsen bei 12 Prozent.

Im Süden gab es für technische Berufe die meisten Angebote - in Bayern lag der Anteil bei 20 Prozent und in Baden-Württemberg sogar bei 22 Prozent.

Im Norden - also in Schleswig-Holstein, Bremen, Hamburg und Teilen von Niedersachsen - wurden hingegen unterschiedliche Berufsgruppen verstärkt gesucht. Dort gab es insbesondere viele Angebote für ITler, Techniker, Mitarbeiter im Vertrieb sowie im Gesundheitswesen.

Insgesamt zeigt die Untersuchung: Wer auf Jobsuche und nicht an einen Ort gebunden ist, findet besonders viele Stellenangebote in den Bundesländern Bayern, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. In Bundesländern wie Bremen und im Saarland gab es hingegen die wenigsten Stellenausschreibungen.

Insbesondere in großen Städten gab es besonders viele Stellenangebote - in Berlin waren 51.830 Jobs ausgeschrieben, in München 42.270, in Hamburg 36.291 und in Frankfurt am Main 24.184. Ebenso lagen Stuttgart mit 19.505, Köln mit 18.369 und Düsseldorf mit 15.813 Jobangeboten weit vorne.

dpa/tmn

Mehr zum Thema

Nicht wenige Social-Media-Nutzer posten täglich Bilder - auch vom eigenen Arbeitsplatz. Das dürfen sie, sofern es der Chef nicht ausdrücklich verbietet. Allerdings gelten hier ein paar Einschränkungen.

11.06.2018

Fachwirt, Meister oder Fachkraft, staatlich oder öffentlich geprüft: Wer sich nach der Ausbildung weiterbilden will, wird schnell von der Flut verschiedener Möglichkeiten erschlagen. Einen Weg durch das Dickicht zu suchen, lohnt sich aber - nicht nur finanziell.

11.06.2018

Jeden Abend muss der Schreibtisch leer sein: Das soll die Effektivität am Arbeitsplatz steigern und Kosten senken. Bei einigen Unternehmen steht die Clean Desk Policy sogar im Arbeitsvertrag - doch sie funktioniert nur unter bestimmten Voraussetzungen.

11.06.2018

Arzt, Elektroinstallateur oder Klempner: In vielen Berufen gibt es eine Rufbereitschaft. Doch wie wird diese eigentlich vergütet und welchen Anspruch haben Arbeitnehmer?

14.06.2018

Befristete Jobs können sinnvoll sein, um Menschen wieder in Lohn und Brot zu bringen. Als Dauereinrichtung bleiben sie jedoch verboten, betonen die Verfassungsrichter. Sie setzen Gerichten Schranken.

13.06.2018

Ein Polizist mit Ohrstecker oder Pferdeschwanz ist heute kein Anlass zur Aufregung mehr. Aber dürfen Beamte in Uniform sichtbare Tätowierungen tragen? Das Thema beschäftigt zunehmend polizeiinterne Kommissionen und Juristen.

13.06.2018