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Studium und Beruf Wirtschaft fehlen 237 500 Kräfte im Mint-Bereich
Mehr Studium und Beruf Wirtschaft fehlen 237 500 Kräfte im Mint-Bereich
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16:03 10.05.2017
Laut einem Report des Instituts der deutschen Wirtschaft gibt es im MINT-Bereich einen Fachkräftemangel. Vor allem an Informatikern fehlt es. Quelle: Oliver Berg/dpa
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Berlin

Der Mangel an Mathematikern, Informatikern, Naturwissenschaftlern und Technikern in Deutschland hat ein Rekordhoch erreicht.

MINT-Report

„Die Engpässe würden deutlich höher ausfallen, wenn nicht ausländische Arbeitnehmer überproportional in diesem Feld arbeiten würden“, sagte der Vorstandschef der Initiative „MINT Zukunft schaffen“, Thomas Sattelberger. Seit 2013 sei die Beschäftigung von Ausländern in akademischen MINT-Berufen um 43 Prozent gestiegen - den größten Anteil daran machen indische Arbeitskräfte aus. Damit der Fachkräftemangel insgesamt nicht weiter ansteige, müsse die Zuwanderung gestärkt werden - etwa durch eine Talent Card, die es auch Nicht-Akademikern aus dem Ausland erlaube, sich in diesem Bereich auf dem deutschen Arbeitsmarkt umzuschauen.

Auch Flüchtlinge würden immer öfter im MINT-Bereich unter kommen, sagte Sattelberger. Derzeit seien es insgesamt rund 8000. Bei der Integration in den Arbeitsmarkt forderte der Vorstandschef unter anderem eine besser Sprachförderung und kritisierte: „Abschiebungen trotz Ausbildungsvertrag oder während eines Praktikums schreckt Betriebe davor ab, Asylbewerber oder Geduldete auszubilden.“

Gehe es um technisch-naturwissenschaftliche Berufe, würden immer noch zu viele Mädchen und Frauen von Vorurteilen und gesellschaftlichen Rollenklischees gebremst werden. „Girls Days alleine bringen's nicht“, sagte Sattelberger.

Während der Studie zufolge die Zahl der MINT-Akademiker von 31,3 auf 35,1 Prozent stieg, ging die Quote der der 30- bis 34-Jährigen mit einer MINT-Ausbildung von 22,3 auf 18,8 Prozent zurück. Man brauche eine breitere Berufsorientierung an Schulen, sagte Sattelberger. Insgesamt gebe es 430 400 offene MINT-Stellen in 36 Berufskategorien.

Der MINT-Report entsteht im Auftrag der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall und der Initiative „MINT Zukunft schaffen“.

dpa

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