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Al-Abadi verspricht Irakern Bemühungen um nationale Einheit

Bagdad Al-Abadi verspricht Irakern Bemühungen um nationale Einheit

Der designierte irakische MinisterpräsidentHaidar al-Abadi strebt nach eigenen Worten eine nationale Einheit des Landes an.

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Der designierte irakische Ministerpräsident Haidar al-Abadi.

Quelle: Ali Abbas

Bagdad. Der designierte irakische MinisterpräsidentHaidar al-Abadi strebt nach eigenen Worten eine nationale Einheit des Landes an. Der schiitische Politiker versprach seinen Landsleuten in einer Erklärung am Freitag, dass er künftig alle Gruppen einbeziehen und das Land einen wolle.

Die aktuelle Lage erfordere eine neue Strategie, fügte er hinzu. Der bisherige Regierungschef Nuri al-Maliki hatte eine international geforderte Regierung der nationalen Einheit aus Schiiten, Sunniten und Kurden vehement abgelehnt und damit ein Auseinanderbrechen des Landes riskiert. Der Machtkampf Al-Malikis vor allem mit den Sunniten begünstigte letztlich auch den Vormarsch der Terrormiliz Islamischer Staat (IS).

Nach Al-Malikis Rückzug stellten Sunnitenstämme der künftigen Regierung in Bagdad eine Zusammenarbeit in Aussicht. Der prominente Stammesführer Scheich Ali Hatem Suleiman sagte laut kurdischem Nachrichtenportal Rudaw bei einer Pressekonferenz in Erbil, dass er sich vorstellen könne, Al-Abadi unter bestimmten Bedingungen zu unterstützen. Er forderte dabei jedoch mehr Rechte für Sunniten und eine gewisse Selbstkontrolle in den Regionen, in denen sunnitische Muslime die Mehrheit haben. Al-Maliki solle für seine „Verbrechen“ vor Gericht gestellt werden, verlangte er zudem.

Sunnitische Stämme haben in den vergangenen Monaten an der Seite der IS gegen die Regierung Al-Malikis in Bagdad gekämpft. Sie fühlten sich von dem langjährigen schiitischen Ministerpräsidenten diskriminiert. Der ließ ihre Massenproteste wiederum blutig niederschlagen. Viele wurden inhaftiert. Dschihadisten nutzten den eskalierenden Konflikt, um neue Gebiete zu erobern. Zwischen IS und den Sunnitenstämmen gibt es inzwischen erste Machtkämpfe.



dpa

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