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Bischofskonferenz stützt Waffenlieferungen an Kurden

Bonn Bischofskonferenz stützt Waffenlieferungen an Kurden

Die Deutsche Bischofskonferenz stützt die geplante Lieferung von Waffen an die kurdischen Kämpfer im Irak.

Bonn. Die Deutsche Bischofskonferenz stützt die geplante Lieferung von Waffen an die kurdischen Kämpfer im Irak.

Militärische Maßnahmen, auch Waffenlieferungen an eine Seite eines Konflikts, dürften zwar niemals ein selbstverständliches Mittel der Friedens- und Sicherheitspolitik sein, heißt es in einer am Montag in Bonn veröffentlichten Erklärung des Ständigen Rates der Deutschen Bischofskonferenz. In bestimmten Situationen könnten sie aber auch nicht ausgeschlossen werden, sofern es keine gewaltärmeren Handlungsoptionen gebe, um die Ausrottung ganzer Volksgruppen und massenhafte schwerste Menschenrechtsverletzungen zu verhindern.

Die Staaten hätten die rechtliche Pflicht, gegen Völkermord aktiv tätig zu werden und die Schutzverantwortung zur Abwehr schlimmster, viele Menschen bedrohender Verbrechen, hieß es. „Diese Maßgabe entspricht den Grundsätzen der katholischen Kirche über den gerechten Frieden.“

Die Lage im Orient werfe für viele die Frage nach der Rolle des Islam auf, erklärten die Bischöfe. Es wirke besonders verstörend, dass Hunderte Muslime, die in Europa gelebt hätten, sich dem Kampf der sunnitischen Terrorgruppe Islamischer Staat (IS) und anderen militanten Organisationen angeschlossen hätten. Die Bischöfe stellten sich allen entgegen, die das Feindbild eines seinem Wesen nach gewalttätigen Islam propagierten. Islam und IS seien nicht dasselbe.

In der muslimischen Welt tobe ein hitziger, manchmal mörderischer Kampf um das rechte Verständnis der eigenen Religion, hieß es in der Erklärung. Eine große Zahl von Muslimen sei Opfer dieses Konflikts. Die überwältigende Mehrheit der friedliebenden Muslime müsse sich dennoch der Frage stellen, welche Faktoren diesen Entwicklungen zugrunde lägen. „Nur auf Fehler, Versäumnisse und Schuld zu verweisen, die außerhalb der islamischen Kultur liegen, greift zu kurz.“


Erkl�rung des St�ndigen Rates der Deutschen Bischofskonferenz



dpa

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