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Cyber-Angriff: Microsoft erhebt Vorwürfe gegen Regierung

Kritik an der NSA Cyber-Angriff: Microsoft erhebt Vorwürfe gegen Regierung

Es ist nicht ungewöhnlich, dass Kriminelle Sicherheitslücken für Cyber-Angriffe nutzen. Neu ist aber das Tempo, mit dem jüngst Zehntausende Computer befallen wurden. Trägt die Politik eine Mitschuld?

Washington. Nach der globalen Cyber-Attacke hat der Software-Konzernriese Microsoft den Regierungen eine Mitschuld gegeben. Der Angriff sei ein weiteres Beispiel, warum das Lagern von Schadprogrammen durch Regierungen ein solches Problem sei, schrieb Microsoft-Chef Brad Smith in einem Blog.

Der Angriff sollte ein Weckruf sein. Ein vergleichbares Szenario mit konventionellen Waffen wäre, wenn dem US-Militär einige seiner „Tomahawk“-Marschflugkörper gestohlen würden.

Bei der Attacke am Freitag nutzte die Software eine Sicherheitslücke im Microsoft-Betriebssystem Windows aus, über die sie automatisch neue Computer anstecken konnte. Diese Schwachstelle hatte sich einst der US-Geheimdienst NSA für seine Überwachung aufgehoben, vor einigen Monaten hatten unbekannte Hacker sie aber publik gemacht.

Betroffen von dem Angriff waren Computer auf der ganzen Welt. Sie wurden von sogenannten Erpressungstrojanern befallen, die sie verschlüsseln und Lösegeld verlangen. Microsoft hatte zwar im März die entsprechende Sicherheitslücke geschlossen - geschützt waren aber nur Computer, auf denen das Update installiert wurde.

Wie die „Welt“ berichtet, werden nach TÜV-Einschätzung auch Aufzüge anfälliger für Cyber-Angriffe. Das gehe aus dem neuen Anlagensicherheits-Report 2017 hervor. Gründe dafür seien die rasche Digitalisierung der Aufzugsteuerung sowie mögliche Sicherheitslücken in der Betriebssoftware. Eine TÜV-Süd-Vertreterin weise in dem Report darauf hin, dass die Fernwartung von Aufzügen immer öfter über das Internet erfolge, schreibt die „Welt“. Aufzugsdaten lägen häufig in der Cloud.

dpa

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