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Fortuna ohne Glück: Düsseldorfer Abstieg nach 0:3 in Hannover

Hannover Fortuna ohne Glück: Düsseldorfer Abstieg nach 0:3 in Hannover

Sie resignierten schon, hofften dann kurze Zeit wieder und erhielten am Ende von den Gegenspielern die bittere Gewissheit: Die Fußball-Profis von Fortuna Düsseldorf müssen nach einem Abstiegsdrama am letzten Spieltag zurück in die 2. Bundesliga.

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. Ein Düsseldorfer Spieler hat nach dem Spiel das Trikot vor dem Gesicht. Foto: Peter Steffen

Hannover. „Das war eine vergleichbare Situation wie damals bei Schalke, als sie sich schon für ein paar Minuten als Meister fühlten“, berichtete der niedergeschlagene Fortuna-Coach Norbert Meier über die bangen Minuten nach dem 0:3 (0:1) bei Hannover 96. Eine kurzfristige Trennung von Meier schloss die Fortuna-Führung am Samstag aus.

Anders als die Schalker, die vor zwölf Jahren mitansehen mussten, wie Bayern München ihnen zeitgleich in Hamburg die schon sicher geglaubte Schale entriss, ging es für die Fortuna um den fünften Bundesliga-Abstieg. Nach Toren von Hannovers Mame Diouf (39. Minute) und Didier Ya Konan (61./76.) fühlten sich die wieder einmal glücklosen Fortunen schon wie die Absteiger, ehe der frenetische Jubel der tausenden Düsseldorfer Fans ihnen zumindest Hoffnung auf den Relegationsplatz gab. Dafür hätte Hoffenheim in Dortmund jedoch maximal unentschieden spielen dürfen. Das vermeintliche 2:2 für den BVB, das die Fortuna-Kurve bejubelte, wurde aber aberkannt.

„Das war brutal. Von den Hannoveraner Spielern haben wir dann die Nachricht bekommen, dass das Tor nicht gegeben wurde“, schilderte Rechtsverteidiger Christian Weber das Fortuna-Drama. Ausgerechnet am letzten Spieltag stehen die Rheinländer, die sich vor einem Jahr in der hitzigen Relegation gegen Hertha BSC durchgesetzt hatten, erstmals in dieser Saison auf einem Abstiegsplatz. „Unfassbar, dass wir noch absteigen“, klagte auch Manager Wolf Werner angesichts von 21 Zählern in der Vor-, aber nur noch neun Pünktchen in der Rückrunde.

„Woran es lag, hat man heute doch wieder deutlich gesehen: dass wir kein Tor erzielen, trotz der klaren Chancen, die wir hatten“, meinte Werner und lag damit nicht verkehrt. Lange Zeit waren die Gäste trotz des Negativlaufs von zuvor elf sieglosen Spielen in Serie die bessere Mannschaft. Engagement und Willen stimmte bei den Fortunen, die Qualität jedoch nicht.

Die Gäste ließen auch beste Möglichkeiten liegen, etwa durch Kapitän Andreas Lambertz (25.) oder Matthis Bolly (40.), Hannover schlug dagegen eiskalt zu. „Effizienz, Effektivität, Ruhe vor dem Tor - da hat Hannover uns richtig was vorgemacht“, analysierte Coach Meier, der lange Zeit unumstritten war, angesichts der Negativserie aber in die Kritik geriet.

Wie es mit dem 54-Jährigen, der die Fortuna von der Drittklassigkeit nach 15 Jahren zurück in die Bundesliga geführt hatte, nun weitergeht, bleibt unklar. „Es wird keine Kurzschlussreaktion geben“, meinte Präsident Peter Frymuth und kündigte stattdessen eine sachliche und ruhige Saison-Analyse an.

„Norbert Meier hat einen Vertrag bis 2014. Wir haben nicht vor, heute oder morgen - so wie das ja bereits spekuliert wurde - eine andere Entscheidung zu treffen“, sagte der Fortuna-Boss außerdem. Meier selbst verschwendet keine Gedanken an einen freiwilligen Rückzug: „Fortuna ist für viele mehr als ein Fußballverein. Wenn man die Fans hier heute wieder erlebt hat, da kommt so etwas nicht im Ansatz infrage.“

dpa

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