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Nachrichten Haus der Knochen
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00:00 07.09.2013
Bad Doberan

Als Kustos ist Martin Heider nicht nur für das berühmte Doberaner Münster zuständig, sondern auch für ein kleines Türmchen dahinter. „Es steht am Rande des mittelalterlichen Mönchsfriedhofs“, erzählt er. Bei Bestattungen kamen immer wieder Gebeine Verstorbener ans Licht. Wohin damit? Heider: „Die Toten brauchten die Knochen doch für die leibliche Auferstehung am jüngsten Tag.“

Deshalb wurde um 1250, noch bevor das Münster in seiner heutigen Form fertig war, das Beinhaus erbaut. Zwei Meter tief war der „Beinkeller“ unter dem Turm. Nach Auflösung des Klosters 1552 gab es keine Bestattungen mehr. Im 19. Jahrhundert wurde der Keller verfüllt. Das Beinhaus war längst überflüssig. Es trotzdem zu erhalten, sei unbequem, so Heider, es koste Geld. Außerdem erinnere es an den Tod. Besichtigung: 11-16 Uhr

OZ