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Hintergrund: Welche Signale sendet ein Flugzeug?

Kuala Lumpur Hintergrund: Welche Signale sendet ein Flugzeug?

Flug MH370 der Malaysia Airlines mit 239 Menschen an Bord ist seit Tagen verschwunden. Normalerweise senden Flugzeuge Signale aus, die bei der Ortung helfen.

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Flugdatenschreiber und Sprachaufzeichnungsgerät. Foto: Michael Reynolds/Archiv

Kuala Lumpur. Flug MH370 der Malaysia Airlines mit 239 Menschen an Bord ist seit Tagen verschwunden. Normalerweise senden Flugzeuge Signale aus, die bei der Ortung helfen.

TRIEBWERKSENSOREN - Die Triebwerke moderner Verkehrsflugzeuge werden beim Start und in der Luft überwacht. Entsprechende Wartungsverträge vorausgesetzt, sendet die Maschine alle drei bis vier Stunden ein umfangreiches Datenpaket, das Techniker am Boden analysieren. Stellt der Pilot Unregelmäßigkeiten fest, kann er die erforderlichen Daten auch selbst zur Überprüfung an das Rechenzentrum der Airline schicken. Laut Lufthansa geht es dabei um Drehzahlen, Druckwerte, Temperatur, Höhe oder Geschwindigkeit. Fachleute nennen das System Engine Condition Monitoring (ECM).

NOTFALLSENDER - Jedes Flugzeug hat einen Notfallsender an Bord, der bei einem Unfall automatisch Radiowellen-Signale an Fernmeldesatelliten sendet. Das Problem besteht darin, dass das vermisste Flugzeug vermutlich ins Meer gestürzt ist - Radiowellen breiten sich unter Wasser kaum aus.

TRANSPONDER - Zur Identifizierung eines Flugzeugs sendet er automatisch einen Code, wenn er von Radar erfasst wird. Die Fluglotsen erhalten so Informationen über Flugnummer, Flughöhe, Position oder Geschwindigkeit. Allerdings haben Radarwellen nur eine begrenzte Reichweite; es gibt Gebiete ohne Radarabdeckung.

BLACK BOX - Sie ist bei der Rekonstruktion eines Unglücks wichtig. Ein Flugdatenschreiber zeichnet alle relevanten Daten auf, ein Stimmenrekorder alle Gespräche und Geräusche im Cockpit. Die heute orangefarbenen Geräte sind meist im Heck eingebaut. Sie halten hohe Temperaturen und hohen Wasserdruck aus. Ein Unterwasser-Ortungsgerät, das sich bei der Berührung mit Wasser einschaltet, soll das Auffinden der Box ermöglichen, wenn ein Flugzeug ins Meer stürzt. Die Box kann nach Expertenangaben etwa einen Monat lang Positionsangaben senden. Allerdings sei die Sendeentfernung gering, erklärt Greg Waldron von Flightglobal, einer Branchenwebseite der Luftfahrtindustrie.

 


Lufthansa Technik
Flightglobal
Aviation Online history of flight data recorders and cockpit voice recorders
National Geographic on black boxes



dpa

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