Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Nachrichten Kampf gegen die Buschfeuer in Kalifornien geht weiter
Nachrichten Kampf gegen die Buschfeuer in Kalifornien geht weiter
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:23 09.12.2017
Ein Feuerwehrmann versucht im San Diego County eine brennende Palme zu löschen. Quelle: Patrick Fallon
Anzeige
Los Angeles

Mehr als 500 abgebrannte Gebäude, zehntausende Menschen vor den Flammen auf der Flucht: In Südkalifornien geht der Kampf gegen sechs große Buschfeuer mit einem massiven Einsatz der Feuerwehr weiter.

An einigen Stellen gewinnen die Helfer jetzt die Oberhand. Bei abflauenden Winden konnte das sogenannte Skirball-Feuer am Rande des Prominentenviertels Bel Air am Freitag zur Hälfte eingedämmt werden.

Zwei Tage zuvor hatten die Anwohner rasch ihre Häuser räumen müssen, jetzt durften die meisten zurückkehren. Der Stadtteil im Westen von Los Angeles mit Millionen-Villen ist glimpflich davongekommen. Sechs Häuser seien abgebrannt und zwölf weitere beschädigt worden, gab die Feuerwehr bekannt.

In anderen Brandgebieten ist die vorläufige Bilanz viel schlimmer. Mehr als 400 Gebäude fielen den Flammen im Bezirk Ventura County zwischen Los Angeles und Santa Barbara zum Opfer. Seit dem Ausbruch der Feuer am Montag ist dort eine Fläche von mehr als 530 Quadratkilometern abgebrannt.

Dort wurde auch das erste Todesopfer der verheerenden Brände gefunden. Eine 70-jährige Frau sei auf der Flucht vor den Flammen in ihrem Auto ums Leben gekommen, teilten die örtlichen Behörden nach Medienberichten am Freitag mit.

Auch nördlich von San Diego hat ein Großfeuer Dutzende Häuser zerstört. Das Gestüt einer Farm für wertvolle Rennpferde brannte ab. Medienberichten zufolge konnten die Besitzer des Trainingscenters die Tiere wegen der schnell um sich greifenden Flammen nur noch aus ihren Ställen befreien und mussten sie dann sich selbst überlassen. Zwei Dutzend Tiere wurden getötet.

Der Gouverneur von Kalifornien, Jerry Brown, hat in den betroffenen Regionen den Notstand erklärt. Am Freitag teilte Brown mit, dass die Regierung in Washington Bundesmittel und die Unterstützung durch die Katastrophenschutzbehörde FEMA zugesagt habe.

Klimaexperten machen die extreme Trockenheit und die seit Montag tobenden Santa-Ana-Winde für die Feuer im Süden Kaliforniens verantwortlich. Bis Sonntag rechnen die Meteorologen noch mit starken Windböen.

dpa

Mehr zum Thema

Schwere Waldbrände haben in Kalifornien Zehntausende Menschen in die Flucht getrieben und weit mehr als hundert Gebäude zerstört.

05.12.2017

Wieder schlagen Buschbrände in Kalifornien Menschen in die Flucht. Im Oktober war die Weinregion nördlich von San Francisco schwer betroffen, jetzt brennt es im Süden des Westküstenstaates.

06.12.2017

Im Süden Kaliforniens wüten weiter Buschbrände, die wegen starker Winde und ihres hohen Tempos kaum einzudämmen sind. Es brannte in mehreren Gebieten lichterloh.

06.12.2017

Das Schleswig-Holsteinische Oberlandesgericht könnte noch am Donnerstag einen Schlussstrich unter den seit Jahren schwelenden Machtkampf beim Discounter ziehen. Es geht um Macht und viel Geld.

12.04.2018

Wie viel ist der Käuferschutz beim Online-Bezahldienst Paypal in der Praxis wert? Ein BGH-Urteil stärkt die Rechte des Verkäufers. Der Kunde bleibt aus Sicht der Richter dennoch König. Verbraucherschützer sehen das anders.

12.04.2018
Nachrichten Nach Todesschüssen auf Polizei - Lebenslange Haft für „Reichsbürger“

Im Morgengrauen schießt er auf Beamte einer Spezialeinheit. Ein Polizist stirbt, zwei weitere werden verletzt. Für seine Tat hat der „Reichsbürger“ aus Mittelfranken jetzt seine Strafe bekommen.

28.03.2018
Anzeige