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Kultur 100 Jahre russische Revolution – Schau in Berlin
Nachrichten Kultur 100 Jahre russische Revolution – Schau in Berlin
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00:00 18.10.2017

Das Deutsche Historische Museum in Berlin zeigt von heute an eine Sonderausstellung über die russische Revolution von 1917 und ihre Auswirkungen auf die Geschichte des 20. Jahrhunderts. Zu sehen sind über 500 Exponate von mehr als 80 internationalen Leihgebern, darunter Gemälde, Plakate, Porzellan, Statuen, Uniformen und Alltagsgegenstände, wie Ausstellungskuratorin Kristiane Janeke gestern mitteilte. Über 150 Exponate stammen aus Russland. Leihgeber sind Museen aus Russland, Deutschland, Ungarn, Italien, Polen, Großbritannien und Frankreich. Anlass ist der 100. Jahrestag der russischen Revolution.

Unter dem Titel „1917. Revolution. Russland und Europa“ widme sich die Schau den revolutionären Ereignissen in Russland von 1917 bis 1922 und ihren Folgen für die europäische Geschichte, sagte Janeke. Die Machtübernahme der Kommunisten unter Lenin habe einerseits ein großes emanzipatorisches und künstlerisches Potenzial gehabt. Andererseits sei sie stets untrennbar mit Terror, Gewalt und Repression verbunden.

Auch große Migrationsbewegungen lösten der Umsturz, der folgende Bürgerkrieg und die Gründung der Sowjetunion 1922 aus. Mehr als eine Million Menschen verließen nach der Machtergreifung der Bolschewiki das Land. Umgekehrt fühlten sich viele europäische Künstler und Intellektuelle von der Utopie eines sozialistischen Landes stark angezogen, ließen sich in der jungen Sowjetunion nieder.

Die Schau spannt einen Bogen von dem bereits 1905 beginnenden Zerfall des russischen Imperiums über die Februar- und Oktoberrevolution von 1917 bis zu ihren Folgen für das Land und über die Grenzen Russlands hinaus.

Am Anfang und Ende werden zudem Einschätzungen von Intellektuellen der Gegenwart über das geschichtliche Ereignis gezeigt. Die bis 15. April laufende Schau ist eine Kooperation des Deutschen Historischen Museums mit dem Schweizerischen Nationalmuseum.

OZ

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