Volltextsuche über das Angebot:

16 ° / 8 ° wolkig

Navigation:
25 Künstler für 25 Jahre: Rückschau in Ahrenshoop

Ahrenshoop 25 Künstler für 25 Jahre: Rückschau in Ahrenshoop

Die Kunstvermittlerin Sabine Peters-Barenbrock blickt auf erfolgreiche Galeriearbeit zurück und zeigt in Ahrenshoop eine Jubiläumsschau

Ahrenshoop. Zwei großformatige Bilder fallen hier sofort ins Auge: „Warten auf das große Geheimnis“ von Markus Wollenschlaeger sowie „Mädchen in Blau“ von Persis Eisenbeis. Das großformatige Werk von Wollenschlaeger wirkt wie ein Wimmelbild, für den Betrachter eine Entdeckungsreise.

Das Werk ist Teil einer größeren Bilanz: „25 Jahre Galerie Peters-Barenbrock – 25 Künstler“ sagt im Titel ganz deutlich, worum es geht: Die Galeristin Sabine Peters-Barenbrock zieht in ihrer Ahrenshooper Galerie Bilanz. Die Galerie Peters-Barenbrock ist seit 17 Jahren in Ahrenshoop ansässig, insgesamt gibt es sie seit 25 Jahren.

Zu sehen sind jetzt sämtlich Werke von Künstlern, die Sabine Peters-Barenbrock in ihrer langen Zeit als Galeristin ausgestellt hat; es ist bei dieser Präsentation auch ein bisschen Dankbarkeit dabei.

So verhält es sich mit den Werken von Markus Wollenschlaeger, der Absolvent der Kunstakademie Braunschweig ist. Denn Wollenschlaeger war einer der ersten Künstler, den Sabine Peters-Barenbrock 1991 beim Start ihrer Galerie ausgestellt hat. Zu vielen Künstlern kann Sabine Peters-Barenbrock Geschichten erzählen, es ist dieses gegenseitige Vertrauensverhältnis von Galerist und Künstler, von denen der Galeriebetrieb lebt, natürlich auch finanziell.

Ahrenshoop ist immer noch ein guter Ort für die Kunst und auch für das Handeln mit der Kunst. Da spielt nicht nur die Geschichte der traditionsreichen Künstlerkolonie Ahrenshoop hinein, die es hier vor 100 Jahren gab. Bis heute lockt der Ort Kunstsinnige und Kunstkäufer an. Mit dem 2013 eröffneten Kunstmuseum Ahrenshoop gibt es noch einen weiteren Anziehungspunkt. Sabine Peters Barenbrock ist froh über diese Nachbarschaft, denn man befruchtet sich gegenseitig.

„Es gibt eigentlich nur zwei Wetterlagen, die ungünstig für eine Galerie sind“, erzählt die Galeristin. „Bei 40 Grad und Sonnenschein sind alle am Strand, dann kommt niemand.“ Und die andere? „Bei Regen kommt auch keiner her.“

Jetzt, in der aktuellen Ausstellung, ist die Liste der beteiligen Künstler lang: Unter anderem sind Barbara Burck, Anne Carnein, Peter Herrmann, Tina Heuter, Eckard Labs, Michael Lauterjung, Michael Jastram, Susanne Maurer, Sibylle Prange oder Cornelia Schleime dabei.

Natürlich bringen sie ihre Vielfalt mit. Also geht’s auch munter durch die bildende Kunst: Malerei, Grafik, Skulptur und auch Fotografie. Folgerichtig ist es auch die Vielfalt der Stile und der Handschriften, die den Besucher hier empfängt. Die „Mädchen in Blau“ von Persis Eisenbeis übertragen einen Charme schnell auf den Betrachter, die Holzplastik „Rotbäckchen“ von Peter Herrmann hat trotz ihrer Unbeweglichkeit eine kindliche Anmut, das Aquarell „Geweiht“ von Cornelia Schleime ist von rätselhafter Schönheit.

Sabine Peter-Barenbrock ist entspannt. Die Galeristin hat sich im Laufe der letzten 25 Jahre ihren Enthusiasmus und ihre Freude an der Kunst erhalten. Und sie bleibt dabei immer neugierig: Zuletzt hat Sabine Peters-Barenbrock den litauischen Maler Edvardas Recevicius entdeckt, der höchst eigenständige Holzskulpturen kreiert: Der Werkstoff Holz wurde vom Künstler teilweise aufgefasert und gibt den Werken eine ungewöhnliche Gestalt und eine fast beunruhigende Anmutung. „Von Edvardas Racevicius werden wir noch viel hören“, ist Sabine Peters-Barenbrock überzeugt. Aus Holz sind auch die Plastiken von Georg Schulz gefertigt, diesmal ist es der Werkstoff Linde, aus dem zum Beispiel die Plastik „Hase“ entstanden ist. Auffällig ist auch die Bronzeplastik „Mondlicht“ von Michael Jastram, ein eher technisch wirkendes Gebilde, das hier zur Deutung einlädt. Die Weite der Landschaft wiederum hat die Künstlern Susanne Maurer auf ihr Bild geholt, „2011 Mai #2“ heißt ihre Landschaft, die bestens zur Weitläufigkeit von Fischland und Darß passt. Leuchtend die „Strandflaggen“ von Hans Laabs, eher finster dagegen wirkt die Tuschezeichnung „Der Garten“ von Hubertus Griebe.

Diese Ausstellung ist also ganz klar eine Rückschau, ein vielseitiger Überblick von 25 künstlerischen Positionen, die die Galerie seit der Gründung 1991 prägen. Zum Ausklang des Jubiläumsjahres also eine Rundumschlag. Und auch für den Besucher gibt es dort viel zu entdecken.

Thorsten Czarkowski

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel

Patrick Dahlemann (SPD) soll sich als Parlamentarischer Staatssekretär den Problemen Vorpommerns widmen

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Kultur
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Serie, Weltkrieg, erster Weltkrieg, zweiter Weltkrieg Teaser der den User auf die Sonderseiten zum Thema Weltkrieg führen soll image/svg+xml Image Teaser Weltkrieg 2015-09-23 de Serie Erinnerung an Weltkriege Alle Beiträge und Bildergalerien zum Thema sowie Infos zu Ausstellungen und Museen finden Sie auf unseren Sonderseiten. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier. > Erster Weltkrieg > Zweiter Weltkrieg 1914 bis 1918 1939 bis 1945
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.