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Kultur 29. Folklore-Tanzfest: Kinder auf die Bühne
Nachrichten Kultur 29. Folklore-Tanzfest: Kinder auf die Bühne
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20:55 15.06.2018
Die Kinder-Tanz-Gruppe aus Serbien gewann vor drei Jahren den Grand Prix der Folklore in Ribnitz-Damgarten. Quelle: Foto: Paula Mittermayer

Mitte Juli wird Ribnitz-Damgarten wieder zum Mekka für traditionelle Tänze und Trachten. Vom 11. bis 15. Juli geben sich auf dem Ribnitzer Markt internationale Tanzgruppen ein Stelldichein, wenn beim mittlerweile 29. Folkloretanzfest zum „Grand Prix der Folklore“ geladen wird. Im Zuge des dreijährigen Zyklus sind 2018 wieder die jüngsten Tänzer an der Reihe. „Es ist das einzige Kinder-Tanz-Festival in Mecklenburg-Vorpommern“, sagt Katja Zühlsdorf aus dem Organisationsteam des Mecklenburg-Pommeraner Folkloreensemble „Richard Wossidlo“. Im vergangenen Jahr waren die Erwachsenen dran, ein Jahr zuvor Jugend-Tanzgruppen.

Das Programm steht laut Zühlsdorf mittlerweile. Neben der Kinder-Tanz-Gruppe der Gastgeber, der 13 Mädchen und 13 Jungen angehören, werden fünf Gruppen aus aller Welt erwartet. „48 Gruppen hatten sich beworben“, so Zühlsdorf.

Die weiteste Anreise wird die Delegation aus Mexiko haben. Zum ersten Mal nimmt eine Gruppe aus dem mittelamerikanischen Land am Festival in Ribnitz teil. „Es ist immer sehr schwierig, Gruppen aus Übersee zu bekommen“, sagt Katja Zühlsdorf. Doch die Mexikaner haben zugesagt und kommen auch ausschließlich für das Folklore-Festival nach Deutschland. In den meisten Fällen gehen Gruppen aus weiter entfernten Ländern noch auf eine kleine Tour durch Deutschland und Europa.

Mit dabei ist auch eine Gruppe aus Georgien, deren Reise nicht weniger aufwändig sein dürfte. „Die Gruppe kommt mit dem Bus, wird drei Tage fahren, um nach Ribnitz-Damgarten zu kommen“, sagt Katja Zühlsdorf.

Titelverteidiger – sowohl beim Jury- als auch beim Publikumspreis – ist die Delegation aus Serbien. Die serbischen Nachwuchstänzer gewannen vor drei Jahren den „Grand Prix der Folklore“.

Komplettiert wird das Starterfeld von den Partnerensembles des Mecklenburg-Pommeraner Folkloreensemble „Richard Wossidlo“, dem ukrainischen Folkloreensemble „Zhaivir“ mit seinem Kinderensemble „Cossack's djury“ und dem Ensemble „Warmia“ aus dem polnischen Olsztyn. Die Ukrainer gewannen 2006 den Grand Prix und wurden 2015 hinter Serbien Zweite.

„Das Ziel des Festivals ist nicht nur, dass die Gruppen sich, ihre Tänze und Trachten präsentieren, sondern sich auch untereinander austauschen“, sagt Katja Zühlsdorf. Deshalb gibt es auch abseits der großen Bühne auf dem Ribnitzer Marktplatz ein Programm, bei dem sich die Gruppen näher kommen. So wird es auch wieder einen Auftritt in Wismar geben. Die Gruppen werden anlässlich des „Tanzkarussells“ Auftritte in der Region, etwa in Dierhagen, Ahrenshoop oder Zingst geben. Zudem wird den Kindern und ihren Begleitern ein mecklenburgischer Abend mit leckeren Spezialitäten geboten.

„Die Verständigung dürfte kein Problem sein. Kinder verstehen sich ganz anders als Erwachsene, da spielt Sprechen keine große Rolle“, sagt Katja Zühlsdorf.

Rund um die Tänze und den Wettbewerb wird auch in diesem Jahr wieder ein buntes Programm geboten. Dazu zählt der Straßentanz am Freitag, 13. Juli. Jedes Kind, das Lust hat, kann hier ab 10 Uhr mitmachen. Zudem wird es wieder Straßenmusik geben. Beliebt ist auch der Trachtengottesdienst und das Musikfestival „Spiel um die Teufelsgeige“, bei dem die Musiker der teilnehmenden Gruppen antreten und um den Sieg spielen. Fehlen dürfen natürlich auch nicht die Festivalpartys am Freitag- und Samstagabend.

Eine organisatorische Herausforderung entstand durch ein weiteres Großereignis. Am Sonnabend und Sonntag, 14. und 15 Juli, finden das Spiel um Platz drei und das Finale der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland statt. Je nach Verlauf dürften auch viele der Besucher des Tanzfestes ein Interesse daran haben, die Spiele im Fernsehen zu verfolgen. „Deshalb fangen wir mit dem Wertungsprogramm am Sonnabend und dem Abschlussprogramm am Sonntag früher an“, erklärt Katja Zühlsdorf. Um 13 Uhr geht es jeweils los. „Wir möchten spätestens eine halbe Stunde vor dem Anstoß fertig sein.“ Das Spiel um Platz drei wird am Sonnabend um 16 Uhr angepfiffen, das WM-Finale am Sonntag um 17 Uhr.

Robert Niemeyer

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