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66 Tage führen in den Rockhimmel

Rostock 66 Tage führen in den Rockhimmel

Humorvoll gemeinte Nostalgieshow mit „Rocktheater Rostock“ begeistert im Tri-Hotel.

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Thomas Lehner, Dietmar Lilienthal, Johannes Pistor und Jan Gladrow (v. l.) vom Rocktheater Rostock im Tri-Hotel.

Quelle: OVE ARSCHOLL

Rostock. Zum (vorerst) letzten Mal war am Freitag das „Rocktheater Rostock“ im Tri-Hotel zu erleben. Five Men On The Rocks hieß die Band, die die Musik für die Show lieferte und nicht nur in Rostock wohlbekannt für ihre Oldieshows ist. In dem Stück spielte Tri-Hotel-Chef Benjamin Weiß eine mittragende Rolle, als Darsteller und als Sänger.

Im Mittelpunkt der Handlung steht Bandsänger Jan Gladrow, der den klassischen Rock 'n' Roll-Tod durch Alkohol stirbt, aber noch eine zweite Chance bekommt. 66 Tage werden ihm geschenkt, um doch noch in den Rockhimmel zu kommen. Der Rock ‘n' Roller will sein Leben ändern, ein bisschen jedenfalls.

Für die Show wurden auch die Möglichkeiten der kleinen Bühne im Tri-Hotel genutzt. So erzählten recht aufwendig gedrehte Video-Einspieler die Geschichte weiter: Humoristisch dargestellt oder auch mal grotesk übersteigert, besonders die Szene im Jobcenter, in der sich der Rock 'n' Roll-Sänger einer psychopatischen Fallmanagerin gegenübersieht.

Ansonsten war das Rocktheater eine Präsentationsfläche für die Musik der 1970er Jahre, meistens Hard Rock. Für viele der Gekommenen, im Altersdurchschnitt so um die 50 Jahre, war dies Soundtrack der eigenen musikalischen Prägungsphase. So wurden Klassiker wie z. B. „Radar Love“ (Golden Earring), „Mercedes-Benz“ (Janis Joplin), „Riders On The Storm“ (The Doors) oder „Paranoid“ (Black Sabbath) eingestreut, dazu gab es auch ein längeres Deep-Purple-Medley. Alles wie gemacht für die Five Men On The Rocks, wobei besonders Gitarrist Johannes Pistor und Schlagzeuger Wolfgang Dittrich glänzen konnten.

Im Kern stellte das Stück den Konflikt zwischen Rock 'n' Roll und dem bürgerlichen Leben dar. Und das spielte sich am Ende grundsätzlich zwischen den Optionen „Highway to Hell“ (AC/DC) oder „Stairway to Heaven“ (Led Zeppelin) ab, ließ sich also musikthematisch ganz gut einbetten. Das „Rocktheater Rostock“ war eine humorvoll gemeinte Nostalgieshow, die das Publikum insbesondere mit den eingebauten Songs begeisterte. Es reihte sich ein in die Kulturveranstaltungen im Tri-Hotel. „Und im Oktober soll es weitergehen“, versprach Bassist Thomas Lehner dem Publikum zum Schluss.

Thorsten Czarkowski

OZ

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