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Kultur Ahlbecker Schüler auf Glückssuche
Nachrichten Kultur Ahlbecker Schüler auf Glückssuche
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01:17 18.04.2018
Fanden das Glück im Kleinen: Schüler der 10 Ga an der Europaschule Ahlbeck. Quelle: Foto: Dietmar Pühler
Ahlbeck

Was ist Glück? Wo finden wir es? Und was braucht es für ein glückliches Leben? Um diese Fragen kreisten in dieser Woche die Gedanken von Zehntklässlern der Europaschule Ahlbeck. Sie hatten das Glück, mit ihrer Deutschlehrerin Peggy Wenisch am Workshop der „Jungen Usedomer Literaturtage“ teilzunehmen.

„Glück(s)SUCHEN“ lautete dessen Thema, passend zum Motto der diesjährigen Literaturtage „Wage es, glücklich zu sein!“. Aufgabe der Schüler war es, eigene Texte zum Thema zu schreiben, um sie schlussendlich in einer öffentlichen Lesung vorzustellen. Unterstützt wurden sie von der Erfurter Autorin, Übersetzerin und Dozentin Paulina Schulz.

Die jungen Leute gingen ganz unterschiedlich an das Thema heran, verarbeiteten ihre Ideen lyrisch, essayistisch, als Märchen verpackt, als Satire, philosophisch oder als spannendes Zwiegespräch.

Den meisten Texten liegt die Erkenntnis zugrunde, dass man das Glück im Kleinen findet: in der Familie, in der Beziehung, in der Begegnung mit Menschen. Das haben Simon, Gero und Moritz in ihrem Aufsatz „Mein Weg zum Glück“ auch sehr schön beschrieben. Der Ich-Erzähler hat schon als Kind von teuren Autos und finanziellem Reichtum geträumt. Mit Freunden gründet er eine Firma, die expandiert und viel Profit abwirft. Gegen seinen Widerstand beschließen seine Partner eines Tages, das Unternehmen gegen gutes Geld zu verkaufen. Da endet die Freundschaft und auch das Glück ist nicht mehr zu fassen. „Ich bemerkte, dass das wahre Glück der dauernde Weg und gemeinsame Erfahrungen sind“, schließt der Erzähler. Viviane und Vivien wählten die Tagebuchform für ihre Geschichte einer jungen Frau, die ihren Job und ihren Verlobten hinter sich lässt, um sich auf den Weg zu machen, ihr Glück zu suchen. Sie bereist fast alle Kontinente und muss doch erkennen, dass selbst die schönsten Erlebnisse ihr nicht helfen, das zu finden, was sie sucht. Immerhin stellt sie fest: „Jeder Tag verdient es, gefeiert zu werden.“ Nach den zahlreichen tiefgründigen Geschichten sorgten Markus und Julius für heitere Gesichter mit ihrer Satire „Anleitung zum Glück - wie ich auf dem Rücken anderer reich werde“. Ebenso brillant war der Dialog zwischen dem personifizierten Glück (Erik) und Unglück (Piotr). Die beiden lasen zunächst das Zwiegespräch auf deutsch und danach noch auf polnisch.

Klassenlehrerin Maya Balsewicz war begeistert: „Es ist spannend, die Schüler von einer anderen Seite zu sehen.“ Deutschlehrerin Peggy Wenisch freute sich, dass die Zehntklässler so leicht zu motivieren waren. Sie bedauert, dass das kreative Schreiben im Unterricht keinen Raum hat. Alle würden sich freuen, wenn das Projekt auch 2019 Halt in der Europaschule macht. Paulina Schulz brennt geradezu dafür, das kreative Schreiben jungen Leuten schmackhaft zu machen. Schließlich könne es für wahre Glücksmomente sorgen.

Dietmar Pühler

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