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Kultur „Alien“ und „Gladiator“: Regiestar Ridley Scott wird 80
Nachrichten Kultur „Alien“ und „Gladiator“: Regiestar Ridley Scott wird 80
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00:00 30.11.2017
Der britische Regisseur Ridley Scott und seine Frau Giannina Facio bei einer Filmpremiere in London. Scott feiert heute seinen 80. Geburtstag. Quelle: Foto: Ian West/ Pa Wire/dpa

Seinen neuesten Spielfilm „Alles Geld der Welt“ hatte Regisseur Ridley Scott schon viele Wochen vor seinem 80. Geburtstag fertig geschnitten. Die Promo-Tour für das Entführungsdrama war geplant, der Starttermin in den US-Kinos auf den 22. Dezember festgelegt. Doch dann wurden Ende Oktober massive Vorwürfe sexueller Belästigung gegen den Schauspieler Kevin Spacey laut – und Scott griff zu radikalen Maßnahmen. Der Regisseur, der heute seinen runden Geburtstag feiert, schneidet derzeit alle Szenen mit Spacey als Ölmilliardär Jean Paul Getty raus und lässt sie von Christopher Plummer nachdrehen.

„Alles Geld der Welt“ erzählt die Geschichte der spektakulären Entführung des reichen Erben John Paul Getty III., der sich 1973 fünf Monate in der Hand skrupelloser Entführer befand. Sein Großvater hatte sich zunächst geweigert, das Lösegeld zu bezahlen. Um ihrer Forderung Nachdruck zu verleihen, schnitten die Mafia-Kidnapper Getty sogar das rechte Ohr ab. Hauptakteure sind Michelle Williams und Mark Wahlberg, Spacey hatte eine Nebenrolle. An dem geplanten Kinostart im Dezember will Scott festhalten. Das traut sich der Regie-Veteran offenbar zu. Er habe den Film in nur 43 Tagen abgedreht, erzählte Scott im Oktober – bevor der Spacey-Skandal für Wirbel sorgte – dem Magazin „Vanity Fair“. „Ich bin super schnell“, setzte der Regisseur noch drauf.

Es ist Scott zu wünschen, dass der Film noch vor Ende Dezember in den USA anläuft und es damit noch in den Oscar-Wettbewerb schaffen könnte. Vielleicht springt in der kommenden Trophäen-Saison endlich ein Oscar für den gebürtigen Briten heraus. Drei Mal war Scott in der Sparte Bester Regisseur schon nominiert: 1992 für sein Roadmovie „Thelma und Louis“ über zwei starke Frauen (Susan Sarandon und Geena Davis), die einen Vergewaltiger erschießen und von der Polizei gejagt werden. 2001 für das bildgewaltige Epos „Gladiator“, 2002 für den Kriegsthriller „Black Hawk Down“ über den US-Militäreinsatz in Somalia. Noch hat er keinen goldenen Mann gewonnen, aber er kann sich mit fünf „Gladiator“-Oscars trösten, darunter als bester Film des Jahres und für den Hauptdarsteller Russell Crowe, der zu Scotts bevorzugtem Star avancierte.

Mit 80 denkt Scott noch lange nicht an den Ruhestand. Zwei Filme stehen schon auf seiner Liste: Das Kriegsdrama „Battle of Britain“ dreht sich um Hitlers Eroberungspläne in England im Sommer 1940, als die Luftwaffe einen massiven Angriff auf London startete. Geplant ist auch eine Fortsetzung zu „Alien: Covenant“.

B. Munker

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