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Alt-Rocker Neil Young sorgte für Glanzlichter in Roskilde

Roskilde Alt-Rocker Neil Young sorgte für Glanzlichter in Roskilde

Kosmos Roskilde, für acht Tage im Jahr „viertgrößte Stadt“ Dänemarks. 135000, die den Pass der Glückseligkeit tragen, darunter allein 32 000 freiwillige Helfer.

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80 Minuten lang bot die bereits 1983 gegründete kalifornische Funk- und Alternative-Rockband Red Hot Chili Peppers Musik vom Feinsten auf dem renommierten Roskilde-Festival.

Roskilde. Kosmos Roskilde, für acht Tage im Jahr „viertgrößte Stadt“ Dänemarks. 135000, die den Pass der Glückseligkeit tragen, darunter allein 32 000 freiwillige Helfer. Der Regen kommt in diesem Jahr nur kurz – zum Glück. Am Freitag, dem vorletzten Tag des Festivals, zog dann doch ein „Gewitter“ über das Gelände nahe Kopenhagen hinweg – ein Rock-Gewitter.

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Kosmos Roskilde, für acht Tage im Jahr „viertgrößte Stadt“ Dänemarks. 135000, die den Pass der Glückseligkeit tragen, darunter allein 32 000 freiwillige Helfer.

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Mutter Natur ist auf der Flucht, singt der 70-jährige Neil Young in „After The Goldrush“. Zuvor hatten Farmersfrauen die Saat des Godfathers of Grunge ausgebracht. Denn Young ist auf die Natur gekommen oder vielmehr: bei ihr geblieben. Er werde in die Wälder Kanadas zurückkehren, sollte Donald Trump in das Weiße Haus einziehen. Dorthin, wo die Kröten singen und die Bienen summen, so wie auf „Earth“, dem neuen, geerdeten Live-Album, das der Polit-Schrat mit Promise Of The Real aufgenommen hat, die Band um die Willie-Nelson-Söhne Lukas und Micah, die auch in Roskilde auf der Bühne stehen.

„Heart of Gold“, „The Needle And The Damage Done“, dann „Mother Earth“. Allein sitzt Neil Young an der Pump Organ, dann kommt die Band („Out On The Weekend“) und verjagt mit ihrem Rock-Geschepper die bösen Männer mit den Pestiziden. Irgendwann ist Young der, der mit den Wölfen heult, mit den Kröten singt, mit den Bienen summt, seine Ode an das Grüne anstimmt.

Wo könnte das besser passen als hier in Roskilde, dieser temporären Hippie-Kommune, in die Neil Young schon zum fünften Mal zurückgekehrt ist. Alles erneuerbar, wie die Axtschläge auf der legendären Les Paul „Old Black“, mit denen Neil Young die ersten Akkorde von „Keep On Rockin In The Free World“ einleitete. 80 Minuten lang hatten die Red Hot Chili Peppers auf der „Orange Scene“ ihr routiniertes Set heruntergerotzt.

Kein Sir, kein Boss, kein Prince dieses Jahr auf der „Orange Scene“, aber jede Menge Spaßfaktor. Jumping around („Jump Around“) mit House of Pain, danach der chorus-getriebene Hip-Hop-Zirkus von Macklemore & Ryan Lewis: „Thrift Shop”, „Can’t Hold Us“ – alles tanzt, alles feiert – und Rapper Macklemore quatscht den 60 000 mit seinen friedensstiftenden Peace-Plattitüden ein Ohr ab. Das als Hommage an Ziggy Stardust/David Bowie in den Roskilde-Kosmos geschmetterte „And We Danced“ bringt Jung und Alt dennoch zur hemmungslosen Hippie-Knutscherei. Der Umsatz blühte, einzig der Regen spielte nicht mit. Insgesamt zu trocken. Mal schauen, wie es beim 47. Roskilde Festival vom 28. Juni bis 1. Juli 2017 sein wird?

Tamo Schwarz

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