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Kultur Alter Hafenturm gesichert
Nachrichten Kultur Alter Hafenturm gesichert
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06:03 15.05.2018
Der alte Kraftwerksturm im Stralsunder Hafen wurde gesichert. Quelle: Stefan Sauer
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Stralsund

Zu Pfingsten will er bei „Kunst offen“ wieder dabei sein. „Ja, nachdem die nötigen Sicherungsarbeiten am alten Hafenturm erfolgten, sind wir guter Hoffnung, dass die Stadt die Genehmigung erteilt“, sagt Ian Wiskow. Der Künstler rechnet in den nächsten Tagen mit grünem Licht. Die Stadt will nach einem Vor-Ort-Termin am Mittwoch entscheiden, hieß es aus dem Rathaus.

Grünes Netz soll Schutz bieten

Ian Wiskow möchte am kommenden Pfingst-Wochenende von 10 bis 18 Uhr in seinem Atelier die Arbeiten von 14 Künstlern in den Bereichen Malerei, Grafik, Fotografie und Objektkunst präsentieren. Wiskow hatte den ehemaligen Kraftwerksturm bereits in den Jahren von 2013 bis 2016 in Teilbereichen genutzt. Doch im vergangenen Jahr legte die Stadt das Gebäude aufgrund von baulichen Mängeln still. Nun seien Sicherungsarbeiten vorgenommen worden. So soll ein grünes Netz vor möglichen herunter stürzenden Mauerteilen schützen.

40 Meter hoher Turm diente Stromerzeugung

Der 40 Meter hohe Stahlskelettbau wurde im Jahr 1925 errichtet. Dort entstand elektrischer Strom für ganz Vorpommern, denn der Kraftwerksturm gehörte zur Überlandzentrale Stralsund AG. Als am 6. Oktober 1944 Bomben auf die Hansestadt fielen, erlitt die Zentrale schwere Zerstörungen. Doch bereits im September 1945 erfolgte die Wiederinbetriebnahme. Die Stromerzeugung lief bis zum Jahr 1965.

Sundschwimmhalle öffnete 1969

Nur ein paar Jahre später bekam der Gebäudekomplex einen völlig neuen Verwendungszweck und wurde zur Sundschwimmhalle umgebaut. Die Eröffnung erfolgte im Jahr 1969. Im Jahr 1996/97 wurden die Gebäude einschließlich der Schwimmhalle abgerissen. Lediglich der Turm blieb stehen und befindet sich heute laut Wiskow im Besitz der Speditions- und Handelsgesellschaft Armin Görs in Gützkow.

Marlies Walther

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