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„Americana“: starkes Ray-Davies-Comeback

Berlin „Americana“: starkes Ray-Davies-Comeback

Der frühere Boss und Texter der Kinks („Lola“, „You Really Got me“) besingt Amerika als Sehnsuchtsort

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Der britische Rockmusiker Ray Davies bei einem Konzert im spanischen Cartagena auf dem „La Mar de Musicas“-Festival.

Quelle: Foto: Marcial Guillén/dpa

Berlin. . Von all den großen britischen Popbands der 60er Jahre waren The Kinks vielleicht nicht die größte, aber gewiss die britischste. Wenn ihr langjähriger Frontmann Ray Davies nun sein neues Soloalbum „Americana“ nennt und im Opener eine Pedal-Steel-Gitarre im Country-Sound erklingt, überrascht das erst mal.

„Ich will heimisch werden, dort wo die Büffel röhren“, singt der 72-Jährige und zitiert damit nicht nur einen bekannten Filmtitel, sondern wohl auch eine sehr eigene Sehnsucht. Vom Panorama der amerikanischen Landschaft ist in dem Lied die Rede und vom „Land der Freien“ – es geht um einen Traum von Amerika, der vermutlich nicht die USA von heute meint. Inspiriert sei der Titelsong von den Westernfilmen der 50er Jahre, die er als Kind bewundert habe, erklärte Davies denn auch kürzlich dem britischen Magazin „Mojo“.

Mit „The Deal“ und „Poetry“ beweist Davies im Anschluss, dass er weiterhin scharfsinnige Beobachtungen in ein klassisches Britpop-Format zu gießen versteht. Auch danach pendelt „Americana“ zwischen den Kontinenten hin und her – Country, Südstaaten-Folk, Blues, Jazz und Cajun-Musik werden mit den zeitlosen Harmonien des in Muswell Hill/London geborenen Rock-Songwriters vermischt. In einigen kurzen Spoken-Word-Passagen erzählt Davies aus seinem Leben, das während der Zeit mit den Kinks und später auch solo viele Höhen, aber auch manche Tiefen bereithielt.

Insgesamt ist „Americana“ das beeindruckende Alterswerk eines längst legendären Pop-Komponisten, der als Sänger zwar nicht mehr die alte Kraft verströmt, dafür aber von seiner Begleitband kongenial unterstützt wird. Der perlende Folkrock der Jayhawks aus Minneapolis – allesamt bekennende Ray-Davies-Verehrer – bringt die neuen Lieder auf Hochglanz. Ein zweiter Teil dieser fruchtbaren britisch-amerikanischen Zusammenarbeit soll noch im Laufe des Jahres 2017 erscheinen.

Werner Herpell

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