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Kultur „An 90 000 Euro darf es nicht scheitern“
Nachrichten Kultur „An 90 000 Euro darf es nicht scheitern“
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14:03 30.07.2018
Längst sollten die Sanierungsarbeiten am und im Schloss in Griebenow in vollem Gange sein. Quelle: Reinhard Amler
Griebenow

An der Fassade des Barockschlosses in Griebenow (Landkeis Vorpommern-Rügen) scheint das „Fleckfieber“ ausgebrochen. So muten die Schäden an der Außenhaut des 1709 erbauten Hauses an. Die sichtbaren sind aber nicht die gravierendsten Schäden. Die sind mit maroden Balkenköpfen im Dachgeschoss zu finden.

Einer der sehenswertesten Prunkbauten Vorpommerns aus der Schwedenzeit braucht dringend eine weitere Schönheitskur. Geplant ist sie längst. Doch es fehlt Geld. Wieviel, weiß Süderholz' Bürgermeister Alexander Benkert ganz genau: „90 000 Euro“, beziffert das Gemeindeoberhaupt die Finanzierungslücke. Jetzt scheint eine Quelle gefunden, um diese Lücke zu schließen – der Vorpommern-Fonds.

„An 90 000 Euro darf es nicht scheitern“, betont der Mann, der aus diesem Fonds das Geld verteilt – Patrick Dahlemann (SPD), Staatssekretär für Vorpommern. Bei einem „Denkmal-Tag“ in der Region besuchte Dahlemann auch Griebenow.

Patrick Dahlemann zückte daraufhin bei seinem Griebenow-Besuch ein Blanko-Formular für einen Förderantrag für den Vorpommern-Fonds. „Griebenow könnte ein Ausflugsort mit Alleinstellungsmerkmal werden“, schwärmte der Staatssekretär. Projekte, die geschichtlich von so großer Bedeutung für die Region sind, seien prädestiniert für eine Unterstützung aus dem Fonds, gab er Benkert und Co. den Rat: „Stellen sie schnellstmöglich den Antrag.“„Haben wir inzwischen“, so das Gemeindeoberhaupt auf OZ-Nachfrage. „Wir haben die fehlenden rund 90 000 Euro beantragt.“ Sollte der Antrag positiv beschieden werden, „könnten wir im Herbst loslegen mit der Ausschreibung entsprechend den präzisierten Plänen“, so Benkert.

3 Millionen Euro, die für das gesamte Vorhaben, das neben der Sanierung des Schlosses unter anderem auch einen Bewegungsparcours beinhaltet, mal veranschlagt waren, würden nicht ausreichen, sagt der Bürgermeister. „Inzwischen sind wir bei einer Investitionssumme von 3,8 Millionen Euro gelandet.“

OZ

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