Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Kultur Andrea Sawatzki: Tränen für ihr erstes Buch
Nachrichten Kultur Andrea Sawatzki: Tränen für ihr erstes Buch
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:05 10.03.2013
Autorin Andrea Sawatzki in München. Foto: Tobias Hase
Anzeige
München

„Das war ein tolles Gefühl.“ Der Krimi erzählt die Geschichte einer traumatisierten jungen Frau, die völlig verstört in einem Wald gefunden wird. 16 verschiedene Fassungen habe sie geschrieben, bis sie und ihr Verlag zufrieden gewesen seien, sagt Sawatzki. Besondere Schwierigkeiten habe der Titel gemacht. Unzählige Varianten habe sie vorgeschlagen, sagte die ehemalige Frankfurter „Tatort“-Kommissarin. „"Kalte Augen", "Eisblaue Augen", "Das Blau Deiner Augen" - alles abgeschmettert. Manches gab es auch schon.“

Das Buch sei zwar alles andere als eine Autobiografie, betonte sie. Dennoch sei ihr eigenes Leben Ausgangspunkt der Geschichte. Sawatzkis Vater erkrankte früh an Alzheimer, als junges Mädchen pflegte sie ihn. Um die Krankheit geht es auch in dem Buch, das sie bei der Eröffnung des Krimifestivals München vor rund 700 Zuschauern vorstellte. In der ersten Reihe saß ihr Mann und Schauspielkollege Christian Berkel - und das freute nicht nur die Roman-Debütantin: Sie möge Andrea Sawatzki, sagte eine Zuschauerin. „Aber was mir noch besser gefällt, ist ihr Mann.“

Für Festivalleiter Andreas Hoh ist Sawatzki eine von vielen „starken Frauen“, die das Münchner Krimi-Festival in diesem Jahr prägen. „Krimis waren einmal eine reine Männer-Domäne. Aber das ist jetzt mindestens schon zehn Jahre her. Die Frauen haben mehr als aufgeholt.“ Das Besondere an „weiblichen“ Krimis: Sie seien oft deutlich blutiger und brutaler als die ihrer männlichen Kollegen. Außerdem wüssten die Frauen sehr genau, wovon sie schrieben. „Andrea Sawatzki weiß auch genau, wovon sie redet. Das Leben mit Alzheimer, das kennt sie.“

Zur elften Ausgabe des Festivals werden in den kommenden Wochen hochkarätige Krimi-Autoren wie Jussi Adler Olsen, Sabine Tiesler, Elizabeth George, Sara Gran und Alpen-Krimi-Autor Jörg Maurer in München erwartet. Zum Abschluss am 26. März wird zudem im Münchner Polizeipräsidium der Agatha-Christie-Krimipreis verliehen.

dpa

„König Lear“ - das war an den Münchner Kammerspielen gut 20 Jahre lang gleichbedeutend mit Dieter Dorn und seiner gefeierten Inszenierung von 1992. Große Schauspieler wie Ralf Boysen, Gisela Stein und Thomas Holtzmann trugen dazu bei, die Aufführung legendär zu machen.

11.03.2013

Damla ist aufgeregt. Die Zwölfjährige und ihre Freundinnen können es kaum erwarten, dass endlich die Tür aufgeht.Sie sind in aller Frühe aufgestanden und aus ihrem Heimatdorf im Südharz nach Goslar gekommen, um als Komparsen ausgewählt zu werden.

11.03.2013

Der neue Roman des Bremer Autors Hans-Jürgen Rusch spielt hauptsächlich in und um Peenemünde.

23.03.2013
Anzeige