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Kultur AnnenMayKantereit: Viel Gefühl im Gewühl
Nachrichten Kultur AnnenMayKantereit: Viel Gefühl im Gewühl
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00:00 21.02.2017

Ausverkauft! Die Kölner Band spielte am Sonntagabend in der Stadthalle, 4500 Besucher waren zu AnnenMayKantereit in die Stadthalle gekommen. Die Konzert-Orte in Rostock wurden im Laufe der Zeit immer größer: Zuerst waren AnnenMayKantereit im Peter-Weiss-Haus zu Gast, dann im Moya. Auch die große Halle passte: Hier fanden die Musiker einen guten Draht zum Publikum, das sich zu einem großen Gewühl zusammenfand.

2016 war ihr großes Jahr, aber der Erfolg hält immer noch an. Die Kölner Gruppe – bestehend aus den Namensgebern Christopher Annen (Gitarre), Henning May (Gesang, Keyboards), Severin Kantereit (Schlagzeug), inzwischen erweitert durch Malte Huck (Bass) – stützte sich bei ihrem Konzert auf die Titel ihrer 2015 erschienenen EP und das 2016 erschienene Album „Alles nix Konkretes“.

Die Band steht in einer Tradition, die sich auf Folkrock und Indie bezieht – und wer will, der kann auch ein bisschen Chanson heraushören. Im Mittelpunkt stand Sänger Henning May mit seiner tiefen und angerauten Gesangsstimme, ein nachdenklicher, aber geerdeter Singer/Songwriter. Die Vergleiche, die bei Henning May mit Rio Reiser angestellt werden, stimmen nur am Rande. Die Texte von AnnenMayKantereit sind Alltagspoesie, die das Leben derer beschreiben, die heute um die 20 sind. „Neues Zimmer“, „Mir wär lieber, du weinst“, „Bitte bleib“ – manchmal ist es einfache Lyrik, die Lebensunsicherheit oder Trennungsschmerz verarbeitet. Eins der schönsten Lieder über das Älterwerden haben AnnenMayKantereit mit „21 22 23“ geschrieben und „3. Stock“ ist ein verkapptes Liebeslied.

Der Song „Das Krokodil“ befasst sich mit dem Bandalltag. Die Band spielte in Rostock ihre Songs ohne Attitüden, die Musiker haben sich ihre Ernsthaftigkeit und Ehrlichkeit bewahrt.

Wichtig im Programm der Band ist offenbar die Coverversion des Popklassikers „Sunny“, die die Musiker auch in der Stadthalle spielten. Weitere große Lieder vom kleinen Glück – die gab’s mit „Barfuß

am Klavier“ oder „Pocahontas“ am Schluss des Konzerts, sehr zur Freude des Publikums. Thorsten Czarkowski

OZ

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