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00:00 15.08.2016
Die bulgarische Regisseurin Ralitza Petrova, die in Locarno den Gewinnerfilm „Godless“ beisteuerte Quelle: Alexandra Wey/dpa

Der Krimi „Gottlos“, eine bulgarisch-dänisch-französische Produktion der Regisseurin Ralitza Petrova (Bulgarien) hat den Hauptpreis, den Goldenen Leoparden, des 69. Internationalen Filmfestivals Locarno gewonnen. Die Preisverleihung auf der Piazza Grande, dem alten Marktplatz der Stadt am schweizerischen Ufer des Lago Maggiore, war das wirklich glanzvolle Finale des Festivals.

Der Goldene Leopard für den zugleich mit Spannung, künstlerischem Anspruch und Sozialkritik fesselnden Spielfilm um eine verbrecherische Altenpflegerin ist typisch für diesen Jahrgang des neben Berlin, Cannes und Venedig wichtigsten europäischen Filmfestivals. Denn Anspruch und Unterhaltung werden auf dem vor allem jungen Filmemachern vorbehaltenen Festival klug miteinander in Beziehung gesetzt.

Zum Finale hat die Jury das nicht nur mit dem Hauptpreis und ihren anderen Entscheidungen unterstützt. So bekam die rumänisch-deutsche Koproduktion „Vernarbte Herzen“ die nach dem Goldenen Leoparden wichtigste Ehrung, den Spezialpreis der Jury. Der Film des Regisseurs Radu Jude (Rumänien) reflektiert das Leben des kranken Dichters Max Blecher (1909-1938) im Faschismus der 1930er Jahre in oft wie gemalt wirkenden Bildern und mit Zeitkritik.

Die vom mexikanischen Regie-Altmeister Arturo Ripstein geleitete Jury bestätigte die Erwartungen der meisten Festivalbesucher. Das gilt auch für den Preis für die beste Regie. Er ging an den Portugiesen João Pedro Rodrigues für „Der Ornithologe“.

Der impressionistische österreichisch-italienische Filmessay „Mister Universo“ des Wiener Regie-Duos Tizza Covi und Rainer Frimmel bekam eine besondere Erwähnung. Arturo Ripstein begründete das damit, dass dieser Film die Herzen der Juroren erobert habe. Offenkundig ging es vielen so.

Der Pole Andrzej Seweryn bekam den Preis als bester Schauspieler für seine zutiefst menschliche Verkörperung des Malers Zdzislaw Beksinski (1929-2005) in dem polnischen Spielfilm „Die letzte Familie“. Das vielschichtige Künstlerdrama wird wesentlich von seinem effektsicheren Spiel geprägt, so die Würdigung.

OZ

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