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Kultur „Attacke auf die Stimmbänder“
Nachrichten Kultur „Attacke auf die Stimmbänder“
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19:58 15.09.2018
Am Donnerstag erfolgen bei Prerow Dreharbeiten für die Folgen drei und vier der ZDF-Reihe „Ella Schön“ mit Annette Frier. Quelle: Richter Timo
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Mit Ingwertee rettet sich Annette Frier über Drehpausen hinweg. Die Schauspielerin ist derzeit auf dem Regenbogen-Camp bei Prerow im Einsatz. Aufgenommen werden die Folgen drei und vier der Reihe „Ella Schön“. Ein bisschen sind die langen Dreharbeiten in den Dünen eine „Attacke auf die Stimmbänder“, sagt die Schauspielerin, schwenkt den Becher mit heißem Ingwertee. Aus dem Hintergrund bittet Regisseurin Christiane Balthasar auch um einen Becher des stimmberuhigenden Tranks.

Auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst entstehen derzeit große Teile der ZDF-Reihe „Ella Schön“ mit Annette Frier in der Hauptrolle. Gedreht wird auch auf dem Regenbogen-Camp bei Prerow.

Entspanntes Arbeiten

Dabei geht es während der Dreharbeiten ausgesprochen entspannt zu – auch dank der Besonderheiten der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst. Produzent Stefan Raiser sieht gerade die Landschaft als Triebfeder für die Motivation des immerhin 90-köpfigen Teams. Verständlich, nach der Hauptsaison erfolgen die Aufnahmen ruhiger – weniger Störungen durch Touristen und günstigere Preise für die Unterkunft. Unabhängig davon sieht Stefan Raiser die Serie als Erfolgsmodell für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk.Die ersten beiden Folgen, gedreht im zurückliegenden Jahr, seien außerordentlich gut beim Publikum angekommen. Und zwar quer durch die Bank bei allen Alters- und Interessengruppen. Selbst Stefan Raiser, auch bekannt als Produzent der Barcelona-Krimis, gibt sich überrascht, führt sein Konzept als Ursache ins Feld. Dessen Markenzeichen sei, dass die Autoren möglichst häufig zu den Dreharbeiten kommen. Und wenn die erst einmal die Schönheit der Landschaft selbst erfahren, ergeben sich schnell neue Schauplätze.

Region begeistert

Überhaupt, sagt der Produzent, fühlten sich alle in dem Team wohl. Kaum einer reise zum Wochenende nach Hause, vielmehr würden Familie oder Partner anreisen. Diese Begeisterung für die Schönheit der Region sei später auch in den „Ella-Schön“-Folgen zu spüren. Dass auch Vertreter der Agentur Filmland MV die Arbeiten besuchen, bestärkt Stefan Raiser in seiner Einschätzung. Möglicherweise seinen die Dreharbeiten auch eine förderungswürdige Wirtschaftstätigkeit.

Landschaft als Erfolgsgeheimnis

Mit „Ella Schön“ sei sei der öffentlich-rechtliche Rundfunk auf dem richtigen Weg, sagt Stefan Raiser. Die Halbinsel ist ein bisschen das Erfolgsgeheimnis der Serie. Und schon hat der Produzent einige neue Drehorte und Geschichten im Kopf, wenn er von der Unterkunft in Dierhagen zu den Drehorten reist. Annette Frier interessieren diese Themen an dem Drehtag bei Prerow herzlich wenig. Die Schauspielerin probt etwas abseits ihren nächsten Einsatz. Derweil werden in den Dünen des Regenbogen-Camps Schienen für einen neue Kameraeinstellung verlegt. Maskenbildner Jan Kempkens-Odenski bringt eine widerspenstige Strähne von Annette Frier in Position, dann ist Kamerafrau Eeva Fleig am Zug . Schon im zweiten Anlauf ist die Einstellung im Kasten – gestorben also.

Anstrengende Rolle

Den Ingwertee zieht Annette Frier erst einmal einer weiteren Stellprobe vor. Bis zu zwölfstündige Drehtage am Strand fordern ihren Tribut. Nicht nur an die Stimme. In ihrer Rolle muss die Schauspielerin permanent roboterhaft-autistisch sprechen. Eine sehr große Anforderung an die Konzentration. Nach Drehschluss ist es ihre zehnjährige Tochter, die Annette Frier abhört. Im Gegenzug muss sich das Mädchen im Vorlesen üben. Ihre Rolle als Ella Schön sei sehr anstrengend, erfordere eine aufwändige Vorbereitung. Nach den Dreharbeiten für die ersten beiden Folgen der „Herzkono“-Reihe des ZDF im vergangenen Jahr ist es für Annette Frier ein wenig ein Nach-Hause-Kommen, Wege sind bekannt. Und sie sei „entschleunigt, wenn ich aus der Hauptstadt herkomme“.

„Achtung, wir drehen“

Und dann nimmt die Schauspielerin einen letzten Schluck Ingwertee. Maskenbildner Jan Kempkens-Odenski bringt die Frisur in Form und dann ertönt das Kommando „Achtung, wir drehen!“ von Regisseurin Christiane Balthasar. Annette Frier und ihr Schauspielkollege Hilmar Eichhorn sind auf Draht. Auf einem maroden Bootswrack sitzend philosophieren sie über den Klang verwehten Sandes. Und mirnichtsdirnichts wird die Schauspielerin wieder zum „Roboter“.

Richter Timo

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