Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Kultur Auf Pink Floyds frühen Spuren: Nick Mason’s Saucerful of Secrets
Nachrichten Kultur Auf Pink Floyds frühen Spuren: Nick Mason’s Saucerful of Secrets
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:00 06.09.2018
Der ehemalige Drummer von Pink Floyd, Nick Mason, war mit seiner Band Nick Mason’s Saucerful of Secrets im Rostocker Moya. Quelle: Foto: Ove Arscholl
Rostock

Wie denn, kein Getränkeausschank während des Konzerts?

Das war im London der späten Sechziger sicher anders, konsumiert wurden damals auch andere Rauschmittel. Aber Nick Mason’s Saucerful of Secrets unternahm nur eine musikalische Reise in die späten Sechziger. Der Schlagzeuger Nick Mason (74) spielte mit seiner Band am Dienstagabend im Rostocker Moya Teile des Frühwerks von Pink Floyd, zeitlich einzugrenzen von 1967 bis 1972.

Natürlich war dies nur eine Nachstellung damaliger Auftritte, sehr diszipliniert von den fünf Musikern inszeniert. Neben Mason standen Guy Pratt (Bass/Gesang), Gary Kemp (Gitarre/Gesang), Lee Harris (Gitarre/Gesang) und Dom Beken (Keyboards) auf der Bühne. Und los ging’s mit „Interstellar Overdrive“, einem Stück, das seinen Platz über viele Jahre im Pink-Floyd-Repertoire hatte. Auch „Arnold Layne“, die allererste Single von Pink Floyd von 1967, war zu hören; der Bogen spannte sich weiter über das schwerblütig-verrätselte „Set the Controls for the Heart of the Sun“ bis hin zum nonsenshaften Stück „Bike“, natürlich mit dem berühmt gewordenen elektronischen Entengeschnatter.

Das war für heutige Hörgewohnheiten mitunter etwas schräg, aber die 650 Konzertbesucher – zum Teil in T-Shirts mit Motiven von Pink Floyd, Roger Waters und David Gilmour gehüllt – waren offenkundig vorwiegend Fans und Auskenner. Viele der älteren Floyd- Stücke wurden von ihnen geradezu bejubelt, so wie „One of these Days“, das, von einem Monsterbass angetrieben, ganz klar zu den Pink-Floyd-Klassikern gehört.

Auch andere Edelsteine aus dem Frühwerk der Band kamen wieder zum Vorschein: Zum Beispiel „Green is the Colour“ vom 1969er Soundtrack „More“, hier stark von Gitarrist und Sänger Gary Kemp geprägt.

Weitere Preziosen, wie „Lucifer Sam“, „See Emily Play“ oder „The Nile Song“, komplettierten das Set, auch das Instrumental „A Saucerful of Secrets“, das dieser Band den Namen gegeben hatte, dazu Ausschnitte aus der „Atom Heart Mother“-Suite von 1970.

So wurde dies auch eine musikalische Würdigung des ehemaligen Pink-Floyd-Kopfes Syd Barrett (1946-2006), der viele dieser Stücke komponiert hatte. Mit Nick Mason war zum ersten Mal ein ehemaliges Pink-Floyd-Mitglied in Rostock. Noch eine andere Musik-Legende hatte, von den Fans weitgehend unbemerkt, neben den Mischpult-Technikern Platz genommen: Es war Tony Smith, der auch langjähriger Manager von Genesis, Phil Collins, Kula Shaker und Metallica war.

Thorsten Czarkowski

Nach dem Rückzug von Christel Marx bangen Mitglieder um den Fortbestand der Grimmener Singgruppe

06.09.2018

Eine Biografie würdigt das Leben des früheren Ministerpräsidenten – Anekdoten gibt es bei der Vorstellung vor SPD-Freunden reichlich dazu.

06.09.2018

Ralf Benschu und Jens Goldhardt geben Konzert in Zingster Kirche

06.09.2018