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Kultur Auf einer Radtour durch MV kam Idee für ersten Ostsee-Krimi
Nachrichten Kultur Auf einer Radtour durch MV kam Idee für ersten Ostsee-Krimi
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00:00 16.08.2016
Journalist und Autor Burkhard Wetekam. Quelle: Thorsten Czarkowski

Es war vor drei Jahren, als Burkhard Wetekam in einer Zingster Buchhandlung nach einem regionalen Krimi fragte. Fehlanzeige. Aber eine Idee war damit geboren, um diese Marktlücke zu füllen. „Auf einer längeren Radtour hatte ich bereits die ersten Ideen für einen regionalen Krimi“, sagt Wetekam. Er bot diesen Stoff danach dem Rostocker Hinstorff Verlag an. Das Interesse war dort geweckt, daraus wurde der Krimi „Schwarzes Gold am Bodden“, erschienen im Frühjahr 2016.

Es ist kein leichter Stoff. Schließlich startet die Handlung mit einem Mord an einem Kind, eingebettet in ein Wirtschaftsthema, es geht um Ölförderung. „Ein Krimi muss schon etwas aussagen über die Gesellschaft“, erklärt Wetekam seinen Ansatz. Denn ein Kriminalroman sollte auch eine „zeitkritische Lupe“ sein, diesen Anspruch hat der 48-jährige Autor. Und auch die Details müssen stimmen. „Als ich mit dem Manuskript fast fertig war, bin ich mit dem Fahrrad drei Tage lang die Handlungsorte abgeradelt“, so Wetekam, der in Hannover zu Hause ist. Schließlich müssen bei einem regionalen Krimi ganz besonders die örtlichen Gegebenheiten stimmen. In diesem Fall spielt sich vieles zwischen Barth, Prerow und Ribnitz-Damgarten ab, wo Ex-Zeitungsredakteur Tom Brauer als Privatdetektiv ermittelt.

Allmählich wurden die Fäden der Handlung zusammengebracht. „Im Sommer 2015 war ich mit dem Buch fertig“ , so Wetekam.

Für die Zeit des Krimischreibens hatte der Journalist und Schriftsteller andere Projekte beiseite gelegt. Burkhard Wetekam ist ein vielseitiger Autor, er schreibt unter anderem für die Hannoversche Allgemeine Zeitung, für die Zeitschrift „Fono Forum“ und arbeitet auch für den Deutschlandfunk und den NDR. 2006 veröffentlichte Wetekam den Erzählungsband „Dicke Schwestern“.

Derzeit ist Burkhard Wetekam mit dem Hinstorff Verlag im Gespräch über einen zweiten Krimi, er arbeitet wieder mit Lektor Henry Gidom daran. „Im zweiten Buch will ich auf jeden Fall die Hauptfigur erhalten“ verrät Wetekam. Und auch den Anspruch, gesellschaftlich relevante Themen zu behandeln, will der Autor beibehalten. Diesmal soll es um den Klimawandel gehen.

Zur Person

Burkhard Wetekam (48) studierte Germanistik, Schulmusik und Philosophie in Hannover. Er arbeitete als Journalist und Autor unter anderem für „Die Zeit“, Deutschlandfunk, den ARD-Hörfunk und diverse Tageszeitungen. Für seine literarischen Arbeiten erhielt er verschiedene Auszeichnungen. Seit 2004 ist er Verantwortlicher Redakteur der Fachzeitschrift „Deutschunterricht“ (Westermann Verlag), seit 2014 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Uni Bremen. Zudem ist er im Bereich Medienkonzeption und -beratung für Auftraggeber wie das Niedersächsische Kultusministerium tätig.

Thorsten Czarkowski

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