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Rostock Aus Rerik und Rostock in die Welt

Musical-Darsteller Martin Markert gastiert heute in seiner Heimatstadt

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Das Ensemble von „Die Nacht des Musicals“ mit Martin Markert (2.v.r.)

Quelle: Fotos: Christian Barz

Rostock. „Die Nacht der Musicals“ ist heute in der Stadthalle Rostock zu Gast. Einer der Darsteller ist Martin Markert (35), der im Ostseebad Rerik und in Rostock aufgewachsen ist.

OZ-Bild

Musical-Darsteller Martin Markert gastiert heute in seiner Heimatstadt

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Sie sind ein international bekannter Musicalstar. Wie verlief der Weg von Rerik und Rostock in die Welt?

Martin Markert: Ich bin zwar in Berlin geboren, aber im Ostseebad Rerik aufgewachsen und dann in Rostock zur Schule gegangen. Hier habe ich auch mein Abitur gemacht. In Rostock hab ich dann eine Gesangsausbildung begonnen und 2002 war ich sogar Preisträger bei „Jugend musiziert“. Damit verbunden habe ich dann auch als Solist im Preisträgerkonzert an der Hochschule für Musik und Theater Rostock mitgewirkt.

Ihre Karriere ging dann weiter, als Sie nach Hamburg gingen.

Das war ab 2002, als ich eine Musicalausbildung an der Joop van den Ende Academy in Hamburg gemacht habe. Das war ein hartes Casting, bis ich da drin war.

Wo ist denn eigentlich Ihr Lebensmittelpunkt heute?

Ich lebe in Berlin, bin aber auch oft in Rerik. Ich liebe es, nach Hause zu kommen. Aber man muss in einer größeren Stadt wie Hamburg oder Berlin wohnen, wenn man im Musicalgeschäft erfolgreich sein will.

Derzeit sind Sie mit einem Ensemble auf großer Tour. Das Programm heißt „Die Nacht der Musicals“. Wie sieht denn die Show inhaltlich aus?

Es gibt verschiedene Showblöcke, wir servieren unter anderem Ausschnitte aus den Musicals „Tanz der Vampire“, „Elisabeth“, „Cats“ oder „Das Phantom der Oper“. Es gibt aber auch einzelne bekannte Songs aus „Aladdin“ und „Der König der Löwen“.

Welche Rolle liegt ihnen besonders am Herzen?

Das ist schwer zu sagen, aber der „Falco“-Teil ist schon sehr interessant, da kommen unter anderem Lieder wie „Jeanny“ oder „Rock Me Amadeus“ vor. Und ich bin unter anderem im Musical „Elisabeth“ als „Der Tod“ zu sehen.

Auch logistisch muss ja alles stimmen, mit Kostümwechseln.

Wir sind etwa 15 bis 18 Sänger und Tänzer im Team. Da muss man nicht nur stimmlich auf der Höhe sein, auch pünktlich auf die Minute wieder auf der Bühne stehen.

Reizen Sie auch noch andere Musical-Rollen, wie zum Beispiel die des Queen-Sängers Freddie Mercury?

Absolut, denn in meiner Branche bewirbt man sich ständig um neue Rollen. Ich hatte auch mal die Ehre, bis ins Finale von „We Will Rock You“ zu kommen. Da habe ich vor einer Jury vorgesungen, in der Queen-Gitarrist Brian May saß. Das war schon eine große Ehre.

Aber Sie wurden nicht genommen?

Das ist in unserer Branche üblich. Mann muss sich ständig um neue Rollen bewerben und auch damit leben, dass man mal abgelehnt wird. Das kann sehr unterschiedliche Gründe haben.

Wenn Sie zum Auftritt in Rostock sind, kommen da auch Erinnerungen an die Kindheit in Rerik hoch?

Ja, was Schöneres kann man sich gar nicht vorstellen, als jeden Tag 300 Meter entfernt vom Strand aufzuwachsen. Viele meiner heutigen Freunde und Kollegen haben ein ganz eigenartiges Bild, wie es bei uns an der schönen Ostsee ausschaut. Denn wir sind ja ein Teil der ehemaligen DDR. Die bringe ich dann zu gerne mal mit und zeige ihnen alles.

„Die Nacht der Musicals“ heute um 20 Uhr in der Stadthalle Rostock

Vom Theater zum Musical

Martin Markert wurde. 1982 in Berlin geboren und wuchs in Rerik und Rostock auf. 2001 wurde er Mitglied der Singakademie Rostock. In der Oper „Aida“ war er im Volkstheater Rostock im Ensemble zu sehen. Nach der Musicalausbildung in Hamburg schlossen sich viele Theater-Engagements an. Stationen der Musical-Karriere von Martin Markert waren unter anderem „ Space Dream“,

„Ludwig 2“, „Jesus Christ Superstar“, „Hair“, „West Side Story“ sowie „Elisabeth – das Musical“.

Interview von Thorsten Czarkowski

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