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Ausgaben der Preußenstiftung steigen auf 331 Millionen Euro

Präsident glücklich Ausgaben der Preußenstiftung steigen auf 331 Millionen Euro

Ein altmexikanischer Fledermausgott soll den Umzug ins Berliner Schloss begleiten: Bei der Stiftung Preußischer Kulturbesitz laufen die Vorarbeiten auf Hochtouren. Sie zieht eine positive Jahresbilanz.

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Dieser altmexikanische Fledermausgott soll den Umzug ins Berliner Schloss begleiten. Bei der Stiftung Preußischer Kulturbesitz laufen die Vorarbeiten auf Hochtouren.

Quelle: Britta Pedersen

Berlin. Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz kann in diesem Jahr 331 Millionen Euro ausgeben - gut 40 Millionen mehr als 2016. Wie Stiftungspräsident Hermann Parzinger am Mittwoch berichtete, haben der Bund und das Land Berlin ihre Mittel erhöht. Damit könne wieder mehr Geld in die Programmarbeit fließen.

„Hier sehen Sie diesmal einen glücklichen Präsidenten“, sagte er bei seiner Jahrespressekonferenz.

Allein auf die Betriebskosten entfallen 195 Millionen Euro. Rund 124 Millionen davon kommen vom Bund, gut 41 Millionen von den Bundesländern. Der Rest stammt aus eigenen Einnahmen und Drittmitteln. Der Bauetat erhöht sich wegen der Mehrkosten für das Pergamonmuseum auf gut 136 Millionen Euro.

Die Preußenstiftung ist eine der weltweit größten Kultureinrichtungen. Sie ist unter anderem für die als Weltkulturerbe geschützte Museumsinsel und für die anderen staatlichen Museen in Berlin verantwortlich.

Nach Kostensteigerungen und zeitlichen Verzögerungen im Bauprogramm zog Parzinger diesmal ein weitgehend positives Fazit. Das unter dem Namen Humboldt Forum entstehende Kulturzentrum im Berliner Schloss liege „voll im Plan“.

Das Haus soll 2019 öffnen und vor allem die weltberühmte Sammlung des Ethnologischen Museums zeigen, die bisher etwas abgelegen im Stadtteil Dahlem zu sehen war. Bis dahin sind unter dem Motto „Neue Nachbarn“ mehrere Ausstellungsprojekte geplant, die schon jetzt einen Bezug zwischen der Museumsinsel und dem gegenüberliegenden Zentrum der Weltkulturen herstellen.

Bei der Sanierung des Pergamonmuseums schloss Parzinger einen weiteren Kostenanstieg wegen steigender Baupreise nicht aus. „Dass es auf jeden Fall über 500 Millionen Euro sein werden, ist klar“, sagte er. „Wir wollen versuchen zu sparen und zu beschleunigen, wo immer es geht.“ Im vergangenen Jahr hatte das verantwortliche Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung eine Kostensteigerung von 261 auf 477 Millionen Euro mitgeteilt.

Das ebenfalls deutlich teurer gewordene Empfangsgebäude für die Museumsinsel („James Simon Galerie“) soll nach Angaben des Stiftungspräsidenten nun 2018 fertig sein. Zum Auftakt ist dort unter dem Titel „Strange Things“ eine Gemeinschaftsausstellung geplant, für die alle Museen nach ungewöhnlichen Objekten in ihren Sammlungen suchen.

Ungeklärt ist die Zukunft der nahegelegenen Friedrichswerderschen Kirche von Karl Friedrich Schinkel, die als ein Baudenkmal von besonderem Rang gilt. Nach Angaben von Museen-Generaldirektor Michael Eissenhauer haben sich durch den Neubau von Luxuswohnungen nur wenige Meter entfernt die Lichtverhältnisse im Inneren beträchtlich geändert.

„Wir können froh sein, dass die Kirche noch steht und nicht eingestürzt ist“, sagte er. Die Stiftung hatte das Gebäude als Skulpturenmuseum genutzt. 2012 musste es geschlossen werden, weil der Aushub der Baugrube in unmittelbarer Nachbarschaft zu Rissen in den Wänden geführt hatte.

dpa

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