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Außerirdischer untersucht die Liebe der Menschen zur Musik

Rostock Außerirdischer untersucht die Liebe der Menschen zur Musik

Projekt von Jungen Norddeutschen Philharmonikern und Puppenphilharmonie

Rostock. . Er hat einen kugelrunden Bauch, einen riesigen Mund, zwei Fühler auf dem Kopf und eine wichtige Frage: Warum hören die Menschen so gerne Musik? Das kann sich der Außerirdische Sensus nicht erklären und reist deshalb auf den blauen Planeten. Gemeinsam mit der Puppenphilharmonie Berlin reist das Akademie Streichtrio der Jungen Norddeutschen Philharmonie vom 2.

bis 4. Dezember nach Berlin, Lüneburg und Rostock, um ein Märchen der besonderen Art zu erzählen.

Klassische Werke durch neue Konzertformate einmal anders zu vermitteln als auf traditionelle Weise – das haben sich die Musiker der Akademie der Jungen Norddeutschen Philharmonie auf die Fahnen geschrieben, sie ist Teil der Jungen Norddeutschen Philharmonie, die 2010 gegründet wurde.

„Wir wollen junge Leute auf unkonventionelle Weise an Musik heranführen“, sagt Mitbegründer und Geschäftsführer der Jungen Norddeutschen Philharmonie, Clemens Seemann. Für das dritte Projekt, das unter dem Titel „Puppenphilharmonie – Außerirdisches Leben und die Liebe zur Musik“ steht, hat die Akademie der Jungen Norddeutschen Philharmonie das traditionsreiche Genre des Puppenspiels ausgewählt und mit klassischer Musik kombiniert. „Das sind zwei Spielarten, die sich gut ergänzen“, sagt Seemann, der auch als Projektleiter fungiert.

Unter der Leitung von Bernadett Kis, Intendantin der Puppenphilharmonie Berlin, haben die Puppenspielerinnen Wiebke Alphei und Friederike Hellmann eine Geschichte erarbeitet, die alle Altersklassen anspricht und diese an klassische Musik heranführen soll.

„Dabei haben wir uns bewusst für ein Ereignis der Realität entschieden“, sagt Seemann. Dabei handelt es sich um die Nasa-Raumsonde „Voyager“, mit der 1977 auch Kulturgut der Menschheit ins All geschossen wurde, darunter die Goldberg-Variationen von Johann Sebastian Bach. Jene findet der Außerirdische Sensus. „Alle anderen Dinge, die er in der Sonde findet, versteht er, bis auf die Musik“, sagt Seemann. Um zu ergründen, welchen Zauber sie auf die Menschen ausübt und warum, kommt das kleine grüne Männchen auf die Erde.

„Mit dem Konzertformat wollen wir in der Vorweihnachtszeit nicht nur Kinder ansprechen, sondern die ganze Familie bis ins hohe Alter“, erklärt Seemann. Konzipiert ist das Stück für alle Altersklassen. Auch Erwachsene können laut Seemann noch etwas lernen oder ihre Scheu vor klassicher Musik abbauen.

„Man darf nicht erwarten, dass der durchschnittliche Konzertbesucher alles weiß. Viele Menschen fühlen sich im klassischen Konzertsaal fehl am Platz oder haben das Gefühl, dass sie keine falschen Fragen stellen dürfen“, hat Seemann beobachtet.

Anders ergeht es der Hauptfigur des Stücks: „Der Außerirdische Sensus darf alles fragen, zum Beispiel, was eine Fuge ist, oder warum man zwischendurch beim Konzert nicht klatschen darf. Damit entdeckt er die Musik nicht nur für sich, sondern auch für jeden Konzertbesucher ein bisschen mit“, so der Projektleiter. „Er ist quasi die Brücke, über die die Zuschauer den Zugang zur Musik finden.“

Auch die Musikauswahl – gespielt werden die Goldberg-Variationen (BWV 988) für Streichtrio von Johann Sebastian Bach – passen nicht nur inhaltlich zur Geschichte. „Es ist ein Fundament der Musikwelt, wie wir sie heute kennen, und ein wahnsinnig tolles Werk, das leider viel zu selten gespielt wird“, schwärmt Seemann. Geschrieben worden sei das Werk ursprünglich für Klavier. Beim Projekt „Puppenphilharmonie“ wird es vom Akademie Streichtrio der Jungen Norddeutschen Philharmonie gespielt. „Barock-Werke auf Streichinstrumenten zu spielen ist eine große Herausforderung, der sich die jungen Musiker gern stellen“, erklärt Seemann. In Rostock ist das Projekt am 3. Dezember im Barocksaal zu Gast. „Das ist das perfekte Ambiente“, so Seemann.

Stefanie Büssing

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