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Ausstellung und Werkverzeichnis zu Jo Jastram in Güstrow

Ausstellung und Werkverzeichnis zu Jo Jastram in Güstrow

Güstrow. In der Ernst-Barlach-Stiftung Güstrow wird am kommenden Sonntag eine Ausstellung mit Werken des Bildhauers Jo Jastram eröffnet.

Güstrow. In der Ernst-Barlach-Stiftung Güstrow wird am kommenden Sonntag eine Ausstellung mit Werken des Bildhauers Jo Jastram eröffnet. Das Werk Jastrams (1928-2011) besitze große Bedeutung, da er in seiner Laufbahn eine ganz „eigene bildhauerische Handschrift mit Wiedererkennungswert“ entwickelt habe, sagte der Geschäftsführer der Ernst-Barlach-Stiftung, Volker Probst, gestern. Als DDR-Künstler war er bereits zu Zeiten der deutschen Teilung auch in der Bundesrepublik anerkannt. Die Ausstellung, die bis 26. Februar 2017 zu sehen ist, umfasst 50

Plastiken, 30 Zeichnungen und andere Werke.

Zur Ausstellung wird erstmals ein Werkverzeichnis des Bildhauers vorgestellt. „Jo Jastram. Das plastische Werk. Werkverzeichnis 1949-2010“ wurde im Rahmen eines Projektes der Kulturstiftung Rostock e.V. von den Kunstwissenschaftlern Heidrun Lorenzen, Andreas Lorenzen und Klaus Tiedemann erarbeitet. Ermöglicht wurde das Vorhaben durch die Förderung des Landes und der Hansestadt Rostock und die Unterstützung durch Ostdeutsche Sparkassenstiftung und Ostseesparkasse Rostock. Die Druckausgabe des Verzeichnisses umfasst eine Auflage von 800 Exemplaren und soll in Güstrow sowie im Kulturhistorischen Museum Rostock sowie in der Kunsthalle Rostock ausliegen. Darin seien 445 plastische Arbeiten erfasst. Der 1928 in Rostock geborene Jo Jastram gilt als einer der bedeutendsten deutschen Bildhauer. Als Hochschullehrer an der Universität Greifswald und an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee wies er seit den 1960er Jahren jungen Künstlern den Weg zu selbstständigem bildnerischen Ausdruck. Als Präsident der Ostsee-Biennale trug er zwischen 1965 und 1989 in Rostock zur Öffnung des Landes für internationale, insbesondere nordeuropäische Kunstströmungen bei.Ralph Schlegel

Dietrich Pätzold/

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