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Kultur Auszeichnung für Speer-Biografie
Nachrichten Kultur Auszeichnung für Speer-Biografie
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00:00 14.11.2017
Hamburg

. Die Biografie „Albert Speer. Eine deutsche Karriere“ (Siedler) ist nach dem Votum der Jury das beste Sachbuch des Jahres: Autor Magnus Brechtken erhält den mit 15000 dotierten NDR Kultur Sachbuchpreis. Die Auszeichnung nimmt er im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung am Mittwoch, dem 22. November, im Schloss Herrenhausen in Hannover entgegen.

Magnus Brechtken bekommt für „Albert Speer. Eine deutsche Karriere“ den NDR Kultur Sachbuchpreis

Der Jury-Vorsitzende und NDR-Programmdirektor Hörfunk, Joachim Knuth, sieht in Brechtkens Buch die Dekonstruktion eines Legenden-Geflechts um Albert Speer, den „guten Nazi“, an dessen Aufbau viele beteiligt gewesen seien – auch Journalisten und Verlage: „Dies ist so beeindruckend geschildert, so wissenschaftlich aufgearbeitet, auch in den Aussagen so eindeutig, auch durchaus provokant, dass wir gesagt haben: Ja, dieses Werk ist auszeichnungswürdig.“ Hendrik Brandt, Jury-Mitglied und Chefredakteur der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung, konstatiert:

„Eine Geschichte über eine ganz große Täuschung, an der viele Menschen beteiligt waren, unter anderem auch die Medien. Eine Enthüllung, die ihresgleichen sucht und die auch sehr, sehr spannend zu lesen ist.“

Dr. Regula Venske, Jury-Mitglied und Präsidentin des PEN-Zentrums Deutschland, lobt die „eindrückliche, sehr akribische Zusammenstellung, Aufarbeitung und Analyse“, die Magnus Brechtken in seiner Biografie vornimmt.

Magnus Brechtken ist Stellvertretender Direktor am Institut für Zeitgeschichte sowie Professor an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören die Geschichte des Nationalsozialismus, die Bedeutung politischer Memoiren für die Geschichtsschreibung sowie der internationale Diskurs zur Verarbeitung der nationalsozialistischen Herrschaft seit 1945.

In „Albert Speer. Eine deutsche Karriere“ zeichnet er den Werdegang von Hitlers Rüstungsminister nach und beschreibt, wie dessen Nachkriegsstilisierung als angeblich unpolitischer Mensch den historischen Tatsachen widerspricht.

NDR Kultur überträgt die Preisverleihung am 22. November live ab 19 Uhr. Den mit 10000 Euro dotierten Förderpreis „Opus Primum“ der Volkswagen- Stiftung erhält an diesem Abend Dr. Andreas Cassee für sein Buch: „Globale Bewegungsfreiheit – Ein philosophisches Plädoyer für offene Grenzen“.

Neben Joachim Knuth, Hendrik Brandt und Dr. Regula Venske gehören der Jury an: Prof. Jutta Allmendinger, Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung, Franziska Augstein, Journalistin der „Süddeutschen Zeitung“, Johann Hinrich Claussen, Kulturbeauftragter der Evangelischen Kirche in Deutschland, Wilhelm Krull, Generalsekretär der Volkswagen-Stiftung und Hilal Sezgin, Publizistin.

B. Brinker

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