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„Axel F“ war seine Visitenkarte

„Axel F“ war seine Visitenkarte

Der Komponist Harold Faltermeyer stellt am Sonnabend in Heiligendamm seine Autobiografie vor

Sie kommen mit dem Schauspieler Michael Mendl auf Lesereise. Warum machen Sie das nicht allein?

OZ-Bild

Der Komponist Harold Faltermeyer stellt am Sonnabend in Heiligendamm seine Autobiografie vor

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Harold

Faltermeyer „Grüß Gott, Hollywood“ ist 2016 erschienen im Bastei Lübbe Verlag,

hat 288 Seiten und

kostet 24 Euro

Harold Faltermeyer: Weil ich weiß, dass die meisten Autoren schlechte Vorleser sind, ich bin da keine Ausnahme. Deswegen habe ich Michael Mendl, den ich schon lange kenne, mit ins Boot geholt.

Wie teilen Sie sich den Abend auf?

Faltermeyer: Michael Mendl wird ein Kapitel lesen, dann komme ich auf die Bühne und es gibt ein Interview. Das Ganze machen wir dann zweimal. Und dann werde ich auch ein bisschen Musik machen. Vielleicht gibt’s hinterher noch einen Teil für Fragen des Publikums.

Wann kam denn die Idee, dass Sie Ihr Leben aufschreiben?

Faltermeyer: Ich hab immer mal wieder meine Erlebnisse aus dem Musikgeschäft erzählt, bis jemand sagte: Schreib das alles mal auf! Das hab ich gemacht, zunächst auf Englisch, weil ich mich in dieser Sprache besser zu Hause fühle. Das wurde ins Deutsche übersetzt und meine Frau, die Journalistin ist, hat bei einigen Stellen gesagt: Das musst du noch genauer beschreiben. Das hab ich gemacht, nun muss alles zurückübersetzt werden.

Sie haben Ihre internationale Musikkarriere Mitte der Siebziger in den USA gestartet und später mit Künstlern wie Donna Summer, den Pet Shop Boys oder Glenn Frey von den Eagles gearbeitet. Können Sie sich noch an Ihren ersten Besuch in den USA erinnern?

Faltermeyer: Ja, das war 1976 in New York. Ich war mit meinem Boss dort, damals war ich noch kleiner Angestellter im Ufa-Musikverlag. So saßen wir in den Büros dieser mächtigen Musikverlage.

Das fand ich unglaublich beeindruckend. Danach war ich in Los Angeles, da war alles ein bisschen lockerer. Dort hab ich diese riesigen Werbetafeln gesehen, die Billboards. Und ich habe gedacht:

Darauf möchte ich auch mal stehen.

In den Siebzigern haben Sie den italienischen Starproduzenten Giorgio Moroder kennen gelernt.

Faltermeyer: Giorgio Moroder hatte in München sein Studio zwei Kilometer von meinem entfernt, so haben wir uns kennen gelernt. Das führte unter anderem dazu, dass ich 1979 Donna Summers Hit „Hot Stuff“ mitgeschrieben habe.

Und mit „Axel F“ kam dann der eigene Ruhm?

Faltermeyer: Mit „Axel F“ habe ich 1985 meine musikalische Visitenkarte abgegeben. Das war das Leitmotiv des Films „Beverly Hills Cop“ mit Eddie Murphy, der Song wurde aus mehreren Motiven des Soundtracks zusammen gesetzt. Plötzlich stand ich selbst im Vordergrund und hatte eine riesige Popularität, konnte zum Beispiel bei „Top of the Pops“ auftreten.

Aber irgendwann flaute der Erfolg wieder ab?

Faltermeyer: Jede Welle ist irgendwann zu Ende. Ende der Achtziger, als meine Kinder geboren wurden, musste ich mich zwischen den USA und Deutschland entscheiden und lebe jetzt die meiste Zeit wieder bei München.

Woran arbeiten Sie jetzt?

Faltermeyer: Zurzeit bin ich in den USA mit einem Musical beschäftigt. Außerdem habe ich eine Best-of-CD aufgenommen, sie trägt den Titel „Composer’s Cut“. Da hab ich meine größten Erfolge noch einmal neu aufgenommen.

Komponist, Musikproduzent, Hitfabrikant

Harold Faltermeyer wurde 1952 geboren. Weltweit bekannt wurde er 1985 als Komponist von „Axel F“, der Titelmelodie des Films „Beverly Hills Cop“ (Foto). Für das Instrumental „Top Gun

Anthem“ erhielt er mit dem Gitarristen Steve Stevens 1986 einen Grammy. Faltermeyer hat viele Filmmusiken komponiert, unter anderem für „Feuer und Eis“ oder „Running Man“, auch die Musik der Chartshow „Formel Eins“.

Lesung mit Harold Faltermeyer und Michael Mendl am 15. Oktober um 18 Uhr im Grand Hotel Heiligendamm

Interview von Thorsten Czarkowski

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