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Baden-Baden zeigt Tafelbilder von Katharina Grosse

Baden-Baden Baden-Baden zeigt Tafelbilder von Katharina Grosse

Sie ist bekannt für Farbkaskaden, die sich in den Raum ausbreiten. In Baden-Baden zeigt Künstlerin Katharina Grosse nun ihre Tafelbilder. Ruhiges, Kontemplatives ist dabei, aber auch bunte Giganten.

Baden-Baden. Im Rausch der Farben: Bunte, meist großformatige Tafelbilder von Katharina Grosse sind im Museum Frieder Burda zu sehen. Von diesem Samstag an bis zum 9. Oktober präsentiert die Baden-Badener Ausstellungshalle die malerische Entwicklung der Künstlerin.

Ein Highlight ist eine sieben mal zehn Meter große, schräg im Raum stehende Riesen-Ellipse, die sich schon durch ihre Dimension einen besonderen Auftritt im Hauptsaal sichert. Ihr hängen drei, kaum minder große neuere Werke gegenüber. Darunter zwei bislang noch nicht öffentlich gezeigte Leinwände aus diesem Jahr, in denen die Sprühfarbe in dunklen Kaskaden über die Malfläche bricht.

Katharina Grosse zählt zu den wichtigsten Künstlerinnen ihrer Generation und zu den wenigen Frauen, die sich an große Formate wagen. In ihrer Malerei überwindet sie häufig die Oberfläche und breitet sich auf Wände, Decken, Böden oder Gegenstände im Raum aus. Im Museum Frieder Burda konzentriert sich die Künstlerin auf die klassische Form der Malfläche - und hebt durch transparente Übermalungen auf andere Weise ab: „Die Malerei erreicht eine Stofflichkeit und damit Dinglichkeit, die sie in die Nähe realer Wolken rückt“, beschreibt es Kurator Helmut Friedel.

Zwischen Farbkaskaden, Tropfen, verschlungenen und geraden Linien kann der Betrachter die eine oder andere Fußspur entdecken, die darauf hinweist, wie das Bild von der Horizontalen in die Vertikale gebracht wurde. Wald, Flusslandschaft, Feld oder eine duftige Gardine vor dem Blau des Meeres? Die in sattem Grün, tiefem Blau, leuchtendem Orange und Rot oder zartem Gelb gehaltenen Bilder sind allesamt ohne Titel. Die Interpretation bleibt dem Betrachter überlassen - passend für eine Künstlerin, die kunsthistorische Einordnungen als „sehr einengend und limitierend“ empfindet. Oder wie sie es noch ausdrückt: So was kann „nerven“.

Grosse ist 1961 in Freiburg geboren, sie lebt und arbeitet in Berlin, seit 2010 ist sie Professorin an der Kunstakademie Düsseldorf. Ihre Werke hängen in zahlreichen renommierten Museen, unter anderem im Pariser Centre Georges Pompidou.

dpa

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