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Kultur „Ballast aus Platt- und Seichtheiten über Bord werfen“
Nachrichten Kultur „Ballast aus Platt- und Seichtheiten über Bord werfen“
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00:00 04.11.2017
Geehrt mit dem Sprachpreis – Autor Wolfgang Mahnke. Quelle: Foto: Privat
Rostock

Die Hüter der Deutschen Sprache im Lande vergaben ihren Sprachpreis erstmals an einen niederdeutschen Autor: Wolfgang Mahnke (die OZ berichtete). Zur Preisverleihung hatten der Regionalverband Deutsche Sprache für die Regionen Nordost und Schwerin sowie der Heimatverband am Donnerstagabend ins Bauernhaus Rostock-Biestow geladen.

Im Mittelpunkt des Abends: Wolfgang Mahnke. Professor Dieter Rasch, Vorsitzender des VDS, und Wilhelm Hesse als Juryvorsitzender hatten sorgfältig ausgewählt. „Wolfgang Mahnke ist für das Niederdeutsche derzeit der Beste, ohne die anderen Autoren niedrig zu schätzen“, sagt Reinhold Barthelt vom Hinstorff Verlag. „Sein Verdienst ist, dass Niederdeutsch zu einer zeitgenössischen Regionalsprache wurde. Er schaut genau hin, ist nachdenklich und heiter, auch satirisch. Sein Blick wurde in den Jahren schärfer“, heißt es in der Laudatio, die in Hoch und Platt gehalten wurde. Das erinnert an Mahnkes Beobachtungen zur Gesundheitsreform nebst Anleitung zur Selbstoperation.

Dass Mahnke ein Gegner von Anglizismen ist, ist bekannt. Er bekennt: „Plattdeutsch darf nicht die Sprache der Erinnerungs- und Schenkelklopfliteratur sein. Wir müssen den Ballast aus Platt- und Seichtheiten über Bord werfen“. Dass Wolfgang Mahnke zur schriftstellerischen Reife gelangte, dankte er auch seinen Lektoren und Beratern, so Joachim „Charlie“ Meier und Anna-Margarete Zdrenka aus Graal-Müritz. Sein Weg vom ersten Buch „Fischerie, Fischera, Fischerallala“ (2001) bis zu „Wenn bi Storm noch fischt würd“ (2017) ist nicht zu Ende. Ideen hat er viele, die in gepflegtem Platt niederzuschreiben sind. Seine Leser werden es danken. Jürgen Falkenberg

OZ

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