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Kultur Ballett am Himmel: US-Künstler bittet 2000 Tauben zum Luft-Tanz
Nachrichten Kultur Ballett am Himmel: US-Künstler bittet 2000 Tauben zum Luft-Tanz
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00:00 06.05.2016
New York

Vielleicht fing die ganze Sache mit dieser einen Taube an. Duke Riley (43) war noch ein Kind, als er eine Taube rettete und pflegte, sie irgendwann aber fliegen ließ. Doch der Vogel kehrte zurück. Nun, viele Jahre später, will der Künstler aus Boston das bewegende Zusammenspiel zwischen Mensch und Tier wiederholen — mit 2000 Tauben, die am Abendhimmel über dem New Yorker East River in die Lüfte steigen und auf sein Kommando hin wieder zurückkehren. Wenige Tiere blicken auf eine so lange Geschichte an Seite des Menschen zurück wie Tauben, die schon um das Jahr 4500 vor Christus domestiziert und in Zeiten von Frieden und Krieg als Botschafter eingesetzt wurden. „Vornehm“ und „inspirierend“ nennt Riley sie — eine Beschreibung, für die ihm mancher in London, Rom oder New York einen Vogel zeigen würde.

Denn da Taubenkot Krankheitserreger und die Tiere von Parasiten befallen sein können, hat sich das Bild der eigentlich grazilen, gurrenden Täubchen in Großstädten oft gewandelt. „Wir müssen die Natur innerhalb unserer urbanen Umgebungen wahrnehmen“, sagt Riley. Ab Samstag und dann jedes Wochenende bis Mitte Juni nimmt der Künstler diese Angelegenheit — und jede Menge Tauben — selbst in die Hand.

Der Anblick dürfte einmalig werden. Bei Einbruch der Dämmerung wird Riley im Navy Yard in Brooklyn auf der „Baylander“ stehen, einem ausrangierten Flugzeugträger aus Zeiten des Vietnamkriegs. Auf seine Kehllaute hin werden die Vögel aus ihren Taubenschlägen kommen, vielleicht alle zugleich, vielleicht nach und nach. Doch innerhalb weniger Minuten werden Hunderte am Himmel kurven, kreisen und wirbeln und zufällige Muster formen. Dank LED-Leuchten an ihren Krallen wird jedes Tier den Abendhimmel mit Lichtschlieren durchziehen. Trotz Vorbereitung lässt sich nicht vorhersagen, wie das Spektakel aussehen wird. „Sie fliegen jeden Abend anders“, sagt Katie Hollander, Vorsitzende der Organisation Creative Time, die das für Besucher kostenlose Kunstwerk möglich macht. J.

Schmitt-Tegge

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