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Bayreuther Festspiele wollen Vergangenheit besser aufarbeiten

Bayreuth Bayreuther Festspiele wollen Vergangenheit besser aufarbeiten

Die Bayreuther Festspiele wollen mit einem neuen Projekt ihre umstrittene Vergangenheit besser aufarbeiten.

Bayreuth. Die Bayreuther Festspiele wollen mit einem neuen Projekt ihre umstrittene Vergangenheit besser aufarbeiten. „Da wird es nächstes Jahr ein Symposium geben, „Wagner im Nationalsozialismus – zur Frage des Sündenfalls“, sagte Festspielleiterin Katharina Wagner. Die zweitägige Veranstaltung soll zu einer neuen Reihe mit dem Titel „Diskurs Bayreuth“ gehören.

Die Familie Wagner hatte während der NS-Herrschaft enge Beziehungen zu Hitler unterhalten.

Auch um die Situation der Künste nach 1945 soll es gehen. Zudem sind vier Konzerte geplant, die Künstlern – von verfolgten Komponisten bis zur Nachkriegs-Avantgarde – Raum geben sollen. „Das Rechtskonservative ist in diesem Festspielhaus ewig gepflegt worden“, sagte „Parsifal“-Regisseur Uwe Eric Laufenberg. „Ich habe ja auch beklagt, dass der Nationalsozialismus überall in Deutschland aufgearbeitet worden ist, in Bayreuth eher weniger.“ Mit der kürzlich vorgelegten „Geschichte der Bayreuther Festspiele“ des Kenners und früheren Festspiele-Pressechefs Oswald Georg Bauer sei das beendet.

„Ich weiß von dieser Festspielleitung, dass sie nicht rechtskonservativ ist“, sagte Laufenberg. „Der harte Gang, den man hier mit einer sehr harten und konsequenten Regiesprache gepflegt hat, der ist gut und wichtig gewesen, aber es muss auch immer mal wieder ein neuer Versuch sein.“ Seine „Parsifal“-Inszenierung, mit der die Festspiele in diesem Jahr eröffnet worden waren, sei so ein Versuch gewesen. Sie war auch der Grund, weshalb die Festspielleitung die jährliche Pressekonferenz nicht an den Saison-Anfang, sondern ans Ende gesetzt hatte. Die Inszenierung sollte vorher bekannt sein, da es Gerüchte um mögliche Islamkritik gegeben hatte. Er könne sich vorstellen, etwas Islamkritisches zu machen, sagte der Regisseur nun.

OZ

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