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Beliebteste Vornamen: Maximilian und Sophie vorn

Wiesbaden Beliebteste Vornamen: Maximilian und Sophie vorn

Bei den Vornamen für ihre neugeborenen Kinder zeigen sich Eltern in Deutschland eher konservativ. Es tauchen wenige neue Namen auf der Hitliste auf.

Wiesbaden. Eltern in Deutschland nennen ihre neugeborenen Kinder weiterhin am liebsten Maximilian und Sophie/Sofie. Auf dem zweiten Platz der Hitliste für das Jahr 2015 folgen Alexander und Marie, wie die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) mitteilte.

Damit setzen die Eltern auf Bewährtes, auch im Jahr zuvor führten diese Namen das Ranking an. Auf Platz drei kam bei den Jungen Elias, der eine Position nach vorne rutschte. Bei den Mädchen behauptete Sophia/Sofia den dritten Rang.

Geht es aber nur nach dem Erstnamen, gibt es bei den Jungen eine deutliche Bewegung auf der Beliebtheitsskala der Eltern. Jonas sprang von Platz sieben auf Position eins. Auf den Plätzen zwei und drei der Erstnamen rangierten Maximilian und Ben. Im Vorjahr hatte Luis/Louis noch die Liste der ersten Vornamen angeführt. Dieser Name fiel aus der Spitzengruppe und landete auf Platz sechs.

Beim ersten Vornamen für die Mädchen übernahm Mia die Führung und löste Hanna/Hannah ab. Hanna/Hannah liegt jetzt auf Platz drei. Auf Platz zwei kommt bei den Mädchen Emma. Gut gefallen hat den Eltern im vergangenen Jahr auch der Name Anna, der sich von sieben auf fünf nach vorne schob. Mila kletterte bei den Erstnamen von Position zwanzig auf sieben.

Da viele Eltern ihren Kindern auch einen zweiten oder mehrere Vornamen geben, haben die Wiesbadener Sprachforscher unterschiedliche Listen erstellt. Gezählt werden zum einen alle bei den Standesämtern angegebenen Namen, also bei einem Kind mit mehreren Vornamen alle Nennungen. Daneben listet die Gesellschaft für deutsche Sprache auch den jeweils als ersten aufgeführten Namen auf.

Die Gesellschaft für deutsche Sprache hat die Daten von etwa 650 Standesämtern mit insgesamt knapp 940 000 übermittelten Namenseintragungen für ihre Listen ausgewertet. Damit wurden nach ihren Angaben über 90 Prozent aller im vergangenen Jahr vergebenen Vornamen erfasst. Insgesamt seien knapp 60 000 verschiedene Namen bei den Standesämtern gemeldet worden.

Seit dem Jahr 1977 ermitteln die Wiesbadener Forscher die am häufigsten vergebenen Vornamen in Deutschland. Da es in Deutschland keine amtliche Namensstatistik gibt, wird das Statistische Bundesamt die Hitliste der GfdS nun auch in seinem Jahrbuch aufnehmen.

dpa

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