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Kultur Berlinale: „Helle Nächte“ für Deutschland im Wettbewerb
Nachrichten Kultur Berlinale: „Helle Nächte“ für Deutschland im Wettbewerb
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00:05 14.02.2017

Mit Thomas Arslans „Helle Nächte“ ist gestern der erste deutsche Film im Berlinale-Wettbewerb gestartet. Das Publikum nahm das streng komponierte Roadmovie in einer ersten Pressevorstellung mit freundlichem Applaus auf. Arslan, Vertreter der international beachteten Film-Stilrichtung Berliner Schule, erzählt in seinem Drama von einer schwierigen Vater-Sohn-Beziehung.

Der österreichische Schauspieler Georg Friedrich, bei der Berlinale bereits in Josef Haders Regiedebüt „Wilde Maus“ zu sehen, spielt einen Vater, der nach langen Jahren der Trennung versucht, wieder eine Beziehung zu seinem Sohn (14) aufzubauen. Der wird von Tristan Göbel, Star aus dem Kinofilm „Tschick“, gespielt. Auf einer Reise durch Norwegen prallen die unterschiedlichen Lebenswelten von Vater Michael und Sohn Luis aufeinander.

Der im hohen Norden gedrehte Film nutzt die weite Landschaft Norwegens als Spiegel für die Seelennöte seiner Figuren. Arslans Film erzählt – für die Berliner Schule typisch – keine spektakuläre Geschichte. Ihm geht es vielmehr um die genaue und behutsame Beobachtung seiner Filmfiguren - die Erzählung wirkt dadurch teils spröde und für Zuschauer zunächst wenig zugänglich. Das Ende des Beziehungsdramas muss offen bleiben.

Arslan, Sohn deutsch-türkischer Eltern, war mehrfach mit seinen Filmen zur Berlinale geladen. Zuletzt 2013 mit dem Western „Gold“ mit Nina Hoss in der Hauptrolle.

Als zweiter deutscher Film geht heute Andres Veiels Dokumentation „Beuys“ ins Rennen. Altmeister Volker Schlöndorff schickt morgen seinen Liebesfilm „Rückkehr nach Montauk“

mit Nina Hoss und Stellan Skarsgard in den Wettbewerb.

Gestern stand im Wettbewerb auch Sally Potters hochkarätig besetzte Gesellschaftssatire „The Party“ – neben Kristin Scott Thomas ist darin auch der Schweizer Schauspieler Bruno Ganz zu sehen. Zum Festival-Ende hat er auch einen Auftritt im Drama „In Zeiten des abnehmenden Lichts“.

Elke Vogel

OZ

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