Volltextsuche über das Angebot:

17 ° / 14 ° wolkig

Navigation:
Berlinale-Jury setzt auf Qualität statt auf Politik

Internationale Filmfestspiele Berlinale-Jury setzt auf Qualität statt auf Politik

Der Berlinale pflegt dieses Jahr mehr denn je ihren Ruf als politisches Festival. Bei der Vergabe der renommierten Bären soll gleichwohl anderes im Vordergrund stehen: die mutige und gut erzählte Geschichte.

Voriger Artikel
Berlinale startet mit Glamour und Politik
Nächster Artikel
Seziert bis auf die Haut - Der Porträtist Otto Dix

Die Jury stellt sich vor: Wang Quan'an (l-r), Diego Luna, Maggie Gyllenhaal, Julia Jentsch, Paul Verhoeven und Olafur Eliasson. Foto:

Berlin. Die Internationale Jury der 67. Berlinale will sich trotz der angespannten Weltlage nicht politisch vereinnahmen lassen.

„Ich hoffe, dass die Jury-Mitglieder erstmal auf die Qualität der Filme achten - ohne politische Vorurteile“, sagte der diesjährige Jury-Präsident Paul Verhoeven („Elle“) am Donnerstag in Berlin vor Beginn des elftägigen Festivals. Er setze darauf, möglichst viele unterschiedliche, zornige und mutige Filme zu sehen, über die die Jury in vollem gegenseitigem Respekt streiten könne.

Die sieben Mitglieder des internationalen Gremiums müssen in den kommenden zehn Tagen über die Vergabe des Goldenen und mehrerer Silberner Bären entscheiden. 18 Filme bewerben sich um die renommierten Auszeichnungen, die am 18. Februar vergeben werden.

Der mexikanische Schauspieler und Produzent Diego Luna („Abel“) betonte: „Wir sind nicht dazu da, Botschaften zu senden. Wir sind dazu da, Botschaften zu empfangen.“ Allerdings werde er sich im einst geteilten Berlin auch darüber informieren, wie man Mauern einreiße, sagte Luna in Anspielung auf den von US-Präsident Donald Trump geplanten Schutzwall an der Grenze zu Mexiko.

Auch US-Schauspielerin Maggie Gyllenhaal verzichtete nicht auf einen Seitenhieb in Richtung Trump. „Bitte, bitte, Sie sollen alle wissen, dass es bei uns sehr viele gibt, die Widerstand leisten“, sagte sie vor Vertretern der internationalen Medien.

Der chinesische Regisseur Wang Quan'an, der 2007 mit seinem poetischen Drama „Tuyas Hochzeit“ den Goldenen Bären gewonnen hatte, bedankte sich bei der Berlinale für die nachhaltige Unterstützung des chinesischen Films.

Offenheit und Vielfalt zeichneten das Festival seit jeher in besonderer Weise aus, sagte der dänisch-isländische Künstler Olafur Eliasson. „Das ist für mich große Kunst - dass sie es dem Zuschauer erlaubt, das Gefühl zu haben: Ich bin Teil der Welt, ich gehöre dazu.“

Weitere Mitglieder der Jury sind die deutsche Schauspielerin Julia Jentsch („24 Wochen“) und die tunesische Produzentin Dora Bouchoucha Fourati („Hedi“).

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Berlinale
Die Rolling Stones 2008 auf der Berlinale.

Seit 2001 ist Dieter Kosslick Chef der Berlinale und hat eine Menge spannender Dinge erlebt. Für einen der Top-Aufreger haben dabei Mick Jagger & Co. gesorgt.

mehr
Mehr aus Kultur
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Serie, Weltkrieg, erster Weltkrieg, zweiter Weltkrieg Teaser der den User auf die Sonderseiten zum Thema Weltkrieg führen soll image/svg+xml Image Teaser Weltkrieg 2015-09-23 de Serie Erinnerung an Weltkriege Alle Beiträge und Bildergalerien zum Thema sowie Infos zu Ausstellungen und Museen finden Sie auf unseren Sonderseiten. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier. > Erster Weltkrieg > Zweiter Weltkrieg 1914 bis 1918 1939 bis 1945
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.