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Kultur Bestes Konzept für Neuen Markt gesucht
Nachrichten Kultur Bestes Konzept für Neuen Markt gesucht
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07:51 02.05.2018
Stralsund sucht nach dem besten Konzept für den Neuen Markt. Die Parkplätze sollen einer grünen Oase weichen. Quelle: Foto: Stefan Sauer

Die Umgestaltung des Neuen Markts, eines der größten städtebaulichen Projekte der vergangenen Jahre in Stralsund, geht jetzt in die entscheidende Phase. Seit mehr als fünf Jahren wird darüber diskutiert. Nun hat die Bürgerschaft die Debatte mit einer richtungsweisenden Entscheidung in einen festen Rahmen gegossen.

In den nächsten Monaten soll demnach ein Gestaltungswettbewerb zum Neuen Markt starten. Wer sich daran beteiligen möchte, muss sich an von der Bürgerschaft klar umrissene Grundbedingungen halten.

Diese sogenannten Rahmenaussagen sind das Ergebnis von mehreren Bürgerforen, auf denen sich Stralsunder mit ihren Ideen und Vorschlägen einbringen konnten. Diskutiert wurden dort unzählige Fragen.

Wie kann der Neue Markt so schön werden wie der Alte Markt? Wohin dann mit den vielen Parkplätzen? Und was passiert mit dem umstrittenen russischen Denkmal? Auf Grundlage der Ergebnisse des Wettbewerbs wird der Neue Markt schließlich umgebaut.

Parkplätze sollen grüner Oase weichen

Einig sind sich alle: Der Neue Markt muss dringend aufgewertet werden und das geht nur, indem der Verkehr massiv reduziert wird. Wo jetzt täglich hunderte Autos auf der Suche nach Parkplätzen kreisen, wird es künftig einen Fußgängerbereich mit viel Grün, Sitzbänken, Fahrradständern und Spielmöglichkeiten geben. Wasser als Gestaltungselement, etwa in Gestalt eines Brunnens, ist erwünscht.

Ein Wochenmarkt und andere Veranstaltungen sollen weiterhin möglich sein. Während der späteren Bauarbeiten wird der Wochenmarkt auf der Schützenbastion untergebracht.

Das legendäre Klohäuschen bleibt, wo es ist

Angefahren werden soll der Neue Markt nur noch über die Nordwestseite. Die Parkplätze sollen abgeschafft und stattdessen ein zweigeschossiges Parkhaus mit 225 Plätzen an der Schützenbastion gebaut werden. Vielen Stralsundern liegt außerdem das historische Klohäuschen am Herzen. Die Bürgerschaft hat nun beschlossen: Das legendäre Rondell bleibt und darf nicht durch einen Neubau ersetzt werden.

Russen-Denkmal soll umgestaltet werden

Besonders emotional wird von vielen Stralsundern über den Sowjetischen Ehrenfriedhof neben der Marienkirche gestritten. Während die einen ihn gern versetzen und Raum für etwas anderes schaffen würden, beharren andere auf die historische Bedeutung des Denkmals an seinem jetzigen Platz. Die Rahmenaussagen für den Neuen Markt sehen nun vor, dass der Ehrenfriedhof in seiner Größe und Lage erhalten bleibt, er aber als würdevoller Gedenkort umgestaltet wird. Gleichzeitig soll das Nordportal der Marienkirche aufgewertet werden. Es ist derzeit hinter dem russischen Denkmal kaum zu sehen.

Die russische Botschaft in Berlin muss Änderungen am Ehrenmal allerdings zustimmen.

Lange Geschichte

1281 wurde der Neue Markt erstmals unter diesem Namen urkundlich erwähnt.

 

An der Westseite des Neuen Marktes stand ein eigenes Rathaus, das dem Rathaus am Alten Markt – allerdings ohne die Schaufassade – ähnelte. Es wurde 1678 während der Belagerung durch die Brandenburger zerstört.

1968 wurde der Platz in seinen heutigen Zustand gebracht.

Alexander Müller

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