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Kultur „Bilder für die Seele“
Nachrichten Kultur „Bilder für die Seele“
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00:00 29.09.2017
Atmosphärisch: Sonnenaufgang auf der Insel Vilm

Es kann sein, dass Thomas Grundner plötzlich aufspringt, sich im heimischen Heiligendamm in sein Auto setzt und losfährt. Wenn Wind, Sonne, Wolken oder Licht vielversprechend sind, um ein gutes Foto einzufangen. „Meine Frau kennt das schon“, sagt Grundner und lacht.

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Seit knapp 20 Jahren fängt Fotograf Thomas Grundner mit seiner Kamera die Landschaft und Architektur in MV ein. Für die OSTSEE-ZEITUNG hat er nun einen Kalender gestaltet.

OZ-Panorama-Kalender

Der großformatige Panorama-Kalender zeigt 13 atemberaubende Landschaftsaufnahmen aus unserer Heimat Mecklenburg-Vorpommern.

Panorama-Kalender: 100 cm x 60 cm; Fotograf: Thomas Grundner; Preis: 49,90 Euro. Mit AboPlus-Karte 25 Prozent Bonus.

Der Kalender ist erhältlich in allen OZ-Service-Centern, im Shop unter shop.ostsee-zeitung.de sowie

telefonisch unter ☎ 0381/38303019.

Dass man als Fotograf nicht nur spontan sein muss, sondern auch einen langen Atem braucht, auch das weiß Grundner nur zu gut. Stundenlang harrt er oft in der Natur aus – und genießt es. „Es gibt Tage, die so außergewöhnlich sind, dass man sie nicht vergisst“, sagt er. So einen Tag hat Grundner im vergangenen Jahr am Weststrand auf dem Darß erlebt. „Es war Windstärke elf und Hochwasser, die Wolken rissen auf, der Himmel war zerwühlt und hatte eine unglaubliche Farbigkeit. Daran sind schon die Romantiker aufgegangen“, sagt Grundner.

Seine Leidenschaft überträgt sich auch in seine Fotos. Atmosphärisches Licht, interessante Wolkenformationen, Boote, eingehüllt in dichten Nebel – Bilder für die Seele nennt Grundner sie. Seine Motive, findet er vorwiegend in Mecklenburg-Vorpommern, aber auch in Brandenburg und an der deutschen Nordseeküste, wo er mit Vorliebe die Landschaft, aber auch Architektur einfängt.

1994 kam der in Diesdorf in der Altmark geborene Grundner mit seiner Frau, zwei Kindern und seinen Eltern nach Heiligendamm, weil seine Frau in Bad Doberan eine Apotheke eröffnete. „Uns hat es schon immer an die Ostseeküste gezogen“, sagt der Fotograf. „Mein Vater war Lehrer und hatte früher ein Zeltlager in Dierhagen, daher war ich schon als Kind immer hier. Wenn ich über die Dünen laufen konnte, war ich glücklich.“ Als Junge fängt Grundner auch an zu fotografieren. „Mein Vater hatte mir zu Weihnachten eine Kamera geschenkt: ein einfacher Plastikkasten, mit dem bin ich dann losgezogen.“

Seinen Beruf in der Wasserwirtschaft gibt der studierte Fachingenieur für Gewässerschutz schließlich für die Fotografie auf. Seit 1998 arbeitet er als freiberuflicher Fotograf unter anderem für den Rostocker Hinstorff Verlag. Mehr als 35 Bildbände hat Grundner inzwischen veröffentlicht, jedes Jahr erscheinen mehrere großformatige Kalender von ihm, darunter der Mecklenburg-Vorpommern-Kalender.

Zudem gestaltet Grundner seit 2010 den Kalender für die Landesregierung MV. Wenn man die Fotos von Thomas Grundner sieht, hat man unweigerlich das Bedürfnis, all die wundervollen Orte aufzusuchen, um die Stimmung nachzuempfinden. „Das war auch die Intention von Ministerpräsident Erwin Sellering, der mit dem Kalender sicherlich den einen oder anderen für MV begeistern möchte“, sagt Grundner und lacht. Immerhin dürfte bereits so manch internationaler Politiker Grundners Kalender in der Hand halten.

Auch für den neuen Panorama-Kalender der OSTSEE-ZEITUNG hat Thomas Grundner die Fotos geliefert. Zu sehen sind 13 Landschaftsaufnahmen aus Mecklenburg-Vorpommern. Für Grundner ist die Fotografie aber mehr: „Damit geht für mich eine große Naturverbundenheit einher, ein Gefühl für die ursprüngliche Landschaft und die Sehnsucht, nach einer intakten Umwelt, all das spielt da mit rein“, sagt er.

„Heute gibt es nur noch wenige wirklich ursprüngliche Standorte, aber die Insel Vilm ist so einer. Dort zu sein bedeutet für mich jedes Mal wieder ein enormes Glücksgefühl.“

Wie oft er schon auf Rügen war, kann der 61-Jährige nicht mehr zählen. Trotzdem findet er immer wieder neue Orte und Situationen vor. „Letztlich muss ich mich immer wieder neu erfinden.“

Stefanie Büssing

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