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Black Box Hirschburg: Umstellt von wilden Tieren

Hirschburg Black Box Hirschburg: Umstellt von wilden Tieren

Schau „Spätlese“ zeigt Plastiken von Reinhard Buch und Tierbilder von Ingmar Bruhn

Hirschburg. Es ist die letzte Gemeinschaftsausstellung, die Reinhard Buch in seiner Galerie Black Box in Hirschburg in diesem Jahr präsentiert. Der Bildhauer liebt es, seine Arbeiten ins Verhältnis zur Malerei von Künstlerkollegen zu setzen. Und so wirken nun in der Black Box 17 Arbeiten des Malers Ingmar Bruhn (47) aus Dambeck bei Wismar – sieben großformatige Hirsche, Adler, Geier plus Kleinformate seiner Tierwelten sowie Drucke – neben sieben Plastiken von Reinhard Buch (62). Die Künstler haben ihre Ausstellung „Spätlese“ genannt, nicht ihres Alters, sondern der Jahreszeit wegen. Draußen weht das Laub um zehn weitere großformatige Plastiken im Park. Und, wie gesagt, das Jahr neigt sich auch künstlerisch in Hirschburg dem Finale entgegen.

In der Schau geht es um Veränderung des Raums je nach Künstlerkombination. Reinhard Buch: „Ich gehe vom traditionellen Werkbegriff aus. Die Kategorien des Konkreten in der Plastik, wie Figur, Material, Volumen, Masse, Positiv- und Negativform, haben sich nicht verändert, nur die Tiefe meines Eindringens in das künstlerische Tun. So bekommen Körper-Raumbeziehungen existenzielle und soziale Dimensionen. Körper und Raum sind wie durch eine Membrane getrennt, die Innen und Außen scheidet.“ Reinhard Buch und Ingmar Bruhn hatten sich kürzlich getroffen und bemerkt, dass sie gemeinsam etwas schaffen wollen. Mit ihnen treffen künstlerisch und menschlich zwei völlig unterschiedliche Charaktere aufeinander. Während Reinhard Buch wie ein offenes Buch über seine und die Kunst anderer spricht, schweigt Ingmar Bruhn, der im November Teilnehmer der OZ-Kunstbörse ist, lieber. Das Werk erkläre sich selbst. Folgerichtig sind bei ihm alle Werke „o.T.“ – ohne Titel. Sonst würde er dem Betrachter ja vorgreifen. Bei Buch haben die Arbeiten Titel wie „Fünfteilige Sequenz eines gymnastischen Übung“ oder „Fliegender Hund“. Buch sagt über Bruhn und die Schau: „Was mich fasziniert ist, wie Ingmar Bruhn ins Zeichnen greift, wie er in die Farbpalette packt und mit welcher Wucht er in die Malerei hineingeht. Ich finde die Ausstellung nicht schön, sie hat Gewicht. Sie ist nicht nur der Salon.“

Buchs Plastiken – Bronze, Steinguss, Eisenguss, GFK-Laminat – stammen aus dem Jahr 2014. Sie zeigen liegende Figuren aus der Reihe „Die Wandlung des chinesischen Hunds“. Bruhn zeigt wiederkehrende Tiermotive. Großformatige, dunkle, bedrohliche Adler, Hirsche, Geier. Sie hängen an den Wänden und scheinen wie eine Horde wilder Tiere die Plastiken zu umstellen. Ingmar Bruhn sagt lediglich: „Das haben beide Arbeiten gemeinsam, dass sie mit der wiederkehrenden Form arbeiten.“

Michael Meyer

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