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Archäologische Sammlung der Universität Rostock präsentiert erstmals restaurierte ägyptische Särge und Mumienmasken

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Eine Mitarbeiterin der Technischen Hochschule Köln bei der Restaurierung eines altägyptischen Sargs.

Quelle: Costa Belibasakis/th Köln/dpa

Rostock. . Das Heinrich Schliemann-Institut für Altertumswissenschaften der Universität Rostock präsentiert seine neugestaltete Sammlung mit Schätzen aus dem Altertum. Vom ägyptischen Totenkult über die antike Skulpturen- und Reliefkunst bis hin zur römischen Münzprägung spannt sich der Ausstellungsbogen.

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Archäologische Sammlung der Universität Rostock präsentiert erstmals restaurierte ägyptische Särge und Mumienmasken

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Die wohl größte Attraktion der Sammlung, die ägyptischen Särge und Mumienmasken, werden nun nach der seit 2010 laufenden Restaurierung erstmals wieder öffentlich vorgestellt.

Bei den restaurierten Stücken handelt es sich um Funde aus den Ausgrabungen von Abusir el Meleq in Ägypten. Der Ort befindet sich etwa 80 Kilometer südlich der Hauptstadt Kairo. Die Fundstücke kamen bereits 1906 als Schenkung der früheren Deutschen Orientgesellschaft Berlin an die Rostocker Universität.

„Dieser aus wertvollen Grabbeigaben zusammengesetzte Bestand fand bisher wenig Beachtung, obwohl er der einzige seiner Art in Mecklenburg-Vorpommern ist“, sagt Jutta Fischer, die seit 2008 als Kustodin die Archäologische Sammlung betreut. Sie erzählt, dass der Auftakt der umfangreichen Restaurierung studentische Masterarbeiten zu den jeweiligen Stücken waren. In diesen Abschlussarbeiten haben die Studenten eine genaue Zustandsbeschreibung gegeben – bis hin zu den verwendeten Farb- und Leimstoffen.

Dann wurde das Schadensbild ermittelt und beschrieben. Dafür wurden auch chemische Analysen eingesetzt. Anhand dieser Dokumentation begann das aufwendige Restaurieren im Institut für Restaurierungs- und Konservierungswissenschaft der Technischen Hochschule Köln. Da dort die Verwalter vieler Kunst- und Altertumssammlungen einen Termin haben wollen, dauerte es, bis schließlich alles fertig war.

Finanziert hat das Vorhaben neben der Philosophischen Fakultät der Uni auch der Freundeskreis der Kulturstiftung der Länder. „Es ist gut geworden, die Särge für die Mumien und die Mumienmasken sind jetzt viel heller, alle Schadstellen sind beseitigt“, ist Jutta Fischer sehr zufrieden über das Ergebnis der Kölner Restauratoren. Man habe ausdrücklich darauf verzichtet, Fehlstellen zu ergänzen, um so den tatsächlichen Fundzustand bei der Ausgrabung zu dokumentieren, so die Kustodin.

Bei der modernen Präsentation in den komplett verglasten Vitrinen habe man sich an der Ägyptischen Sammlung der Berliner Museen orientiert. Mehrere Schautafeln liefern das Hintergrundwissen zu den jeweiligen Sammlungsbereichen. Was fehlt, ist eine konstante Raumtemperatur mittels Klimaanlage. „An der Neugestaltung der Sammlung war ich von Anfang an dabei, da ist man schon stolz, was wir jetzt zeigen können“, sagt Brigitte Meyer, Mitarbeiterin in der klassischen Archäologie. Längst könne in den beiden Ausstellungsräumen des Instituts in der Rostocker Innenstadt und auf dem Universitäts-Campus in der Ulmenstraße nicht mehr alles gezeigt werden. Manches müsse eingelagert bleiben.

Neben den aus Köln zurückgekehrten Aegyptiaca sind weitere Stücke der Archäologischen Sammlung, vor allen Dingen die erst im Jahr 2008 als Dauerleihgabe der Universität Greifswald hinzugekommenen Kleinfunde, zum ersten Mal in der Öffentlichkeit vorgestellt.

Infos:

www.altertum.uni-rostock.de/

archaeologische-sammlung

Archäologische Sammlung

Das Heinrich Schliemann-Institut verfügt über eine Lehrsammlung, die vor allem für die Ausbildung der Studenten benötigt wird. Es gibt ägyptische, griechische und römische Altertümer.

Die griechische Kleinkunst ist mit bemalten Vasen vertreten, die römische Kleinkunst mit Lampen und Münzen. Aus der Kaiserzeit ist der „ Rostocker Adonis-Sarkophag“ mit seinem Reliefzyklus besonders bekannt.

Die klassische Abguss-Sammlung umfasst rund 200 Skulpturen und Reliefs. Es sind vor allem Arbeiten aus archaischer und klassischer Zeit sowie griechische und römische Porträts.

Thomas Sternberg

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