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Kultur Blues und Spaß
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12:35 24.03.2014
Rostock

Das Programm ist bunt und jung und mit Aki Takases Handy-Konzert auch fast wieder im roten Bereich.

Jedenfalls hat sich die japanische Jazzpianistin für dieses musikalische Projekt mit dem Berliner Bassklarinetten-Derwisch Rudi Mahall zusammengetan, der das Rostocker Publikum vor Jahresfrist noch mit seiner Band „Der rote Bereich“ erfrischte und damals auch dem Philharmonie-Konzert mit Alexander von Schlippenbach erst die rechte Würze gab. Im Bunde mit dem Gitarristen Fred Frith, dem Posaunisten Nils Wogram und dem Schlagzeuger Paul Lovens spielen Takase und Mahall nun am 20. Juni Open Air an der Rostocker Klostermauer nicht etwa neue Pieps-Folgen fürs Mobiltelefon, sondern den legendären St. Louis Blues und andere Stücke von William Christopher Handy (1873 1958). Dem „Father Of The Blues“ zu huldigen, heißt für die coole Combo, sein zeitlos-populäres Material mit Witz und Humor ins Heute zu holen und mit eigenen Stücken zu ergänzen auf das Konzert darf man gespannt sein.

Fortgesetzt wird die Zusammenarbeit zwischen dem Ostseejazz und der Norddeutschen Philharmonie, und zwar mit dem deutschen Jazz-Urgestein Wolfgang Schlüter am Vibraphon. Der Cross-Over-Gig steigt am 21. Juni im Fantasia-Zelt im Rostocker Stadthafen. Am Abend zuvor präsentiert die NDR Big Band ihre Solisten an der Klostermauer. Dazu stehen Bands wie Brass Mission, Insanity 5, Alliance Urbaine und Bartmes auf dem Festivalprogramm. Im MAU-Club sorgen am 21. und 22. Juni DJ's und Livebands unter dem Label „Jazz & Smooth“ für Jazziges zum Abhotten.

Am 21. Juni wird bereits ab mittags an der Klostermauer wieder die „Fete de la Musique“ gefeiert. Hier spielen die Jazz-Formation der hiesigen Hochschule für Musik und Theater und das Rostocker ChamberJazzOrchestra sowie Musikschul- und Nachwuchsgruppen aus Rostock und Neubrandenburg.

Dass beim 29. Festival besonders viele junge Bands mitspielen, freut Jens Bosecker und hat auch damit zu tun, dass die Landesbegegnung „Jugend jazzt“ mit neun Nachwuchscombos aus Mecklenburg-Vorpommern am 23. Juni quasi den Schlussakkord setzt. Der Landesmusikrat hat mit dem Projekt in diesem Jahr den Jugend Big Band Neubrandenburg e. V. beauftragt, und der Ostseejazz, mit der dortigen Szene neuerdings durch die Festival-Gemeinschaft Jazzland M-V verbunden, bietet für die Begegnung ein schönes Forum. Weniger schön ist dagegen, dass die Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Jazz dabei nicht mit im Boot sein soll. Schließlich gäbe es ohne die Rostocker Aktivisten der LAG, die 1998 die erste Landesbegegnung organisierten und 1999 die zweite Bundesbegegnung „Jugend jazzt“ in die Hansestadt holten, heute in Mecklenburg-Vorpommern wohl weder ein Landesjugendjazzorchester noch ein Nachwuchsjazzertreffen.

Der Ostseejazz zieht übrigens schon vor dem ersten Konzert an der Rostocker Klostermauer durchs Land. Nach stimmungsvollen Auftaktkonzerten Ende Mai in Berlin und Neubrandenburg spielt die Gruppe „grosskopf“ ihre „Psy.ChousticMusic“ demnächst im NDR-Landesfunkhaus Schwerin (12.6.), in der Fachhochschule Güstrow (13. 6.), im Warener Speicher Nr. 1 (15.6.), auf der Landesgartenschau in Wismar (16.6.), im Sassnitzer E-Werk (17.6.) und im Kornhaus Bad Doberan (18.6.).

Tickettelefon:

03 81/ 49 17 979

Internet:

www.ostseejazz.de
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JAN-PETER SCHRÖDER

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