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Blues von heute im Party-Modus

Rostock Blues von heute im Party-Modus

21. Rostocker Bluesfestival: vier Acts und viel Spaß

Rostock. Vier Künstler an einem Abend, die für eine möglichst große Blues-Bandbreite stehen. Das war der Plan. Und er ging auf. Die fast 500 Zuschauer im Rostocker „Zwischenbau“ honorierten das Konzept bereits im Vorfeld, indem sie für ein volles Haus sorgten. Und ihre Erwartungen wurden erfüllt.

 

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Ausdrucksstark: Die Britin Rebecca Downes überzeugte mit ihrer Band.

Quelle: Foto: T. Czarkowski

Zunächst präsentierte die deutsche Band Get The Cat den guten Bluesrock der alten Schule, mit Leidenschaft und mit ausführlicher Gitarrenarbeit. Das war sozusagen Blues fürs Herz. Dann spielte Gitarrist Abi Wallenstein, der sich als wahre Ein-Mann-Kapelle erwies. Mit seinem virtuosen Gitarrenpiel riss der Musiker das Publikum mit, sein populär angelegtes Programm war gespickt mit Rockklassikern wie „Alright Now“ (Free), „Honky Tonk Woman“ (Rolling Stones) oder „Long As I Can See The Light“ (C.C.R.). Diese Mischung aus Rock und Blues kam gut an, Abi Wallenstein präsentierte „eine Blitzreise durch die Geschichte des Blues“, wie der gut aufgelegte Gitarrist verkündete.

Mehr in Richtung Soul und Jazz erweiterte danach die britische Sängerin Rebecca Downes das Blues-Spektrum. Zum Teil gab es Material aus dem aktuellen Album der Band, eine insgesamt mitreißende Performance, die am Ende in einer Coverversion gipfelte. „With a Little Help From My Friends“, und zwar in der Version, die Joe Cocker berühmt gemacht hatte.

An den Schluss des Abends hatten die Veranstalter wohlweislich John Lee Hooker Jr. & Band gesetzt. Das war dann der absolute Höhepunkt des Abends – eine mit Funk, Soul und Gospel durchsetzte Performance, mit der der Sohn des Blues-Altmeisters John Lee Hooker zu seiner eigenen Form gefunden hat.

Und das war’s dann: Einerseits ein musikalisch hochklassiges Set, andererseits auch ein Bluesabend der guten Laune. Nicht so sehr akademisch, sondern eine entspannte Party. Der Blues lebt noch – und zwar in erstaunlich vielen Formen.

Thorsten Czarkowski

OZ

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