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Kultur Blueslegende Fats Domino ist gestorben
Nachrichten Kultur Blueslegende Fats Domino ist gestorben
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00:00 26.10.2017

Blitzschnell sausten seine Finger über die Tastatur, wenn Fats Domino sich ans Klavier setzte. Mit seiner unverkennbaren Stimme wurde er zu einer prägenden Figur von Blues und Rock’n’Roll. Nun ist der legendäre Sänger im Alter von 89 Jahren gestorben. Mit Hits wie „Blueberry Hill“, „Ain’t That a Shame“ und „I’m Walkin'“ erreichte er Millionen Fans. Der Musiker sei in der Nacht zum Dienstag eines natürlichen Todes gestorben, bestätigte der Gerichtsmediziner im Bezirk Jefferson Parish im US-Bundesstaat Louisiana. Die Familie habe ihn tot in seinem Zuhause aufgefunden.

Antoine Domino, wie der aus New Orleans stammende Musiker mit bürgerlichem Namen hieß, war für sein wildes bis übermütiges Klavierspiel bekannt. Gekoppelt mit einer strahlenden Stimme nahm er vor allem in den 1950er Jahren zahlreiche Hit-Singles auf, die Blues- und Rock’n’Roll-Fans weltweit erreichten. Domino wurde in den USA in die Hall of Fame beider Musikgenres aufgenommen. Sein Album „The Fat Man" von 1949 gilt bei manchen als bestes Rock’n’Roll-Album aller Zeiten.

Elvis Presley nannte Domino einmal „den wahren King of Rock’n’Roll“. Bei eine seiner Las-Vegas-Shows sagte der Presley über Domino, „dieser Gentleman hatte großen Einfluss auf mich als ich mit der Musik anfing.“ Und der Song „Lady Madonna“ von den Beatles war eine Hommage an das Klavierspiel Dominos. Der fühlte sich so geehrt, dass er es gleich in sein Repertoire aufnahm.

In seinen späteren Jahren zog sich Domino ins Privatleben zurück, sorgte 2005 jedoch unfreiwillig für Aufsehen. Während des Hurrikans „Katrina“ wurde Domino als vermisst gemeldet, später aber aus dem Katastrophengebiet gerettet. 2007 erschien das Album „Goin’ Home: A Tribute to Fats Domino“, an dem mehrere Künstler mitwirkten. Mit dem Geld, das das Album einbrachte, wurde Dominos Haus in New Orleans wieder aufgebaut.

Johannes Schmitt-Tegge

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