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Branche zeigt zur Leipziger Buchmesse Zuversicht

«Wir können Buch» Branche zeigt zur Leipziger Buchmesse Zuversicht

Mehr Umsatz, mehr Aussteller: Zur Leipziger Buchmesse demonstriert die Buchbranche Optimismus. Beim Blick über die deutschen Grenzen hinaus kommen jedoch auch Sorgen dazu.

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Der Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Alexander Skipis.

Quelle: Hendrik Schmidt

Leipzig. Die deutsche Buchbranche geht optimistisch in die Leipziger Buchmesse. Das Jahr 2016 sei mit einem Umsatzplus von 0,8 Prozent (2015: knapp 9,2 Milliarden Euro) positiv verlaufen, sagte Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, am Mittwoch in Leipzig.

Die Buchbranche habe die digitale Herausforderung bewältigt. „Wir können Buch - und zwar in jeder Ausformung“, sagte Skipis.

Einen Zuwachs gibt es auch bei der Leipziger Buchmesse: 2493 Aussteller (Vorjahr: 2250) aus 43 Ländern zeigen von Donnerstag bis Sonntag ihre Neuheiten aus der Buch- und Verlagsbranche. Die Messe soll am Mittwochabend mit einem Festakt eröffnet werden.

Im Buchmarkt konnten laut Skipis vor allem die Kinder- und Jugendbücher zulegen. Einige Bestseller hätten zu einem Umsatzplus von 9 Prozent beigetragen. Auch die Reiseliteratur erzielte einen kleinen Zuwachs von 0,2 Prozent. Belletristik (minus 0,5 Prozent), Sachbücher (minus 2,7 Prozent) und Ratgeber (minus 0,1 Prozent) büßten dagegen Umsatz ein.

Einen „kleinen Wermutstropfen“ gebe es bei den stationären Buchhandlungen, sagte Skipis. Sie setzten voriges Jahr 1,3 Prozent weniger um - und in den ersten Monaten dieses Jahres sei die Entwicklung noch etwas schlechter. Es gingen immer weniger Menschen in Geschäfte. Die Kommunalpolitik müsse dafür sorgen, dass Innenstädte attraktiv, erreichbar und vor allem auch bezahlbar bleiben, forderte Skipis.

Der Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins betonte die Bedeutung der Meinungsfreiheit für die Branche. Die Bundesregierung müsse sich in Ankara nachhaltiger für die Freilassung des „Welt“-Journalisten Deniz Yücel und gegen die Verfolgung der türkischen Autorin Asli Erdogan einzusetzen. „Da dürfen wir nicht schweigend zuschauen, da müssen wir unsere Stimme erheben“, sagte Skipis. „Für uns ist Meinungsfreiheit ein Menschenrecht, das nicht verhandelbar ist.“

Auch die Buchmesse erklärte ihre Solidarität mit verfolgten und inhaftierten Schriftstellern in der Türkei. „Demokratie und Freiheit sind in Europa wieder unter einen Druck geraten, den man sich vor Jahren nicht mehr vorstellen konnte“, sagte Buchmesse-Direktor Oliver Zille. „Als Messe haben wir uns entschieden, alles zu unterstützen, was Solidarität mit den Autoren in der Türkei bedeutet.“

Schwerpunktland der Buchmesse ist dieses Jahr Litauen. Die stellvertretende Kulturministerin Gintauté Zemaityté stellte die Literatur ihres Heimatlandes als durch eine schwere Geschichte geprägt vor. Oft gehe es um schmerzhafte Entscheidungen zwischen dem eigenen privaten Glück und dem notwendigen gesellschaftlichen Engagement, sagte sie. Nach einem besonderen Schwerpunkt auf Poesie und Kurzgeschichten entwickele sich inzwischen auch der Roman sehr stark.

dpa

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